MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dipl.-Ing. Dieter Fischer
Mitgestalter der sächsischen Technikentwicklung
Diplom-Ingenieur Elektrotechnik
08525 Plauen
Der Erzgebirgler ist seit langem im Vogtland heimisch geworden, dazwischen lag mit der sächsischen Landeshauptstadt Dresden eine weitere Lebensstation. Geboren 1941 in Stollberg, wuchs Dieter Fischer im nahen Thalheim auf, besuchte die Schule bis zum Abitur, verbunden mit einer Lehrausbildung im örtlichen Stahlwerk. An der Technischen Universität (TU) Dresden schloss er 1966 sein Studium Elektrotechnik, Spezialisierung Starkstromtechnik mit dem Diplom ab. Bei der Energieversorgung Dresden erwarb er sich erste Meriten in der Praxis. Als Projektant betreute er die Überlandfreileitungen im Lausitzer Raum zwischen Bautzen und Görlitz. Die Menschen dieser Gegend wurden seinerzeit noch mit Gleichstrom versorgt, die Umstellung auf Wechselstrom sorgte für die Teilhabe dieser Gegend an der technischen Entwicklung. Später wechselte Dieter Fischer zum Energiebau Radebeul, projektierte nun die großen leistungsfähigen Stromtrassen, über die die ostsächsischen Kohlekraftwerke die von ihnen produzierte Energie verteilen konnten. Familiäre Gründe, er hatte inzwischen geheiratet, waren es, die ihn ins Vogtland führten, wo er im Kabelwerk Plauen sein weiteres Berufsleben nun neuen organisatorischen Aufgaben, vor allem bei der Einführung elektronischer Datenverarbeitungssysteme, widmen sollte. Noch zu DDR-Zeiten wurde mit selbstgebauten Personalcomputern Anschluss an den technologischen Fortschritt gesucht. Doch eine schwere neuropsychiatrische Erkrankung (Tourette-Syndrom) führte dazu, dass er bereits 1991 mit Erwerbsunfähigkeitsrente aus dem Betrieb Abschied nahm.
1980 hatte die Familie in Plauen ein Haus gekauft, viel eigene Arbeit hat Dieter Fischer seitdem darin investiert, vor allem als mit dem Ende sozialistischer Planwirtschaft Baustoffe und Zubehör nicht mehr Mangelwaren blieben. Heute wohnt der geschiedene Vater zusammen mit der Familie des ältesten der beiden Söhne auf dem Grundstück, das durch Flächenzukauf von einer angrenzenden stillgelegten Gärtnerei nun auch über einen großen Garten verfügt. Drei Enkel erweiterten inzwischen den familiären Kreis. Auf Reisen genoss Dieter Fischer die blühende Natur (Holland zur Tulpenblüte, Andalusien), war jedoch ebenso fasziniert von den Wüsten Ägyptens oder Tunesiens.