MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Günter und Irmgard Feustel

Das Haus ist das A und O

Günter und Irmgard Feustel

Am Leitenberg 6
07973 Greiz
Fon: 03661 / 432032

Ihre Diamantene Hochzeit haben Günter und Irmgard Feustel schon gefeiert. Das Ehepaar ist seit 1955 glücklich miteinander verheiratet und wohnt im sächsischen Greiz. Feustels haben zwei Söhne, fünf Enkelsöhne sowie vier Urenkelinnen und zwei Urenkel. Der älteste Sohn Jörg wurde 1956 geboren und arbeitet heute als Kraftfahrer in Ebersbrunn bei Zwickau. Sohn Michael kam 1962 auf die Welt, ist Ingenieur und jetzt Handelsvertreter. Die große Familie und das Geschaffene sind der ganze Stolz von Günter und Irmgard Feustel. Vor allem das Haus mit Garten, das sie seit 1956 bewohnen, bedeutet für sie das A und O. Hier verbringen sie die meiste Zeit ihres Lebens. Günter Feustel erblickte 1935 in Langenwetzendorf als jüngstes von vier Kindern das Licht der Welt. Seine Eltern arbeiteten in der Landwirtschaft und er wollte Autoschlosser werden. Nach der Schulzeit (1941–1949) lernte Günter Feustel drei Jahre Schmied und war danach drei Jahre in seinem Ausbildungsberuf beschäftigt. 1956 ging er zur Wismut nach Ronneburg als Kipperfahrer. Von 1961–1991 arbeitete er als Schweißer und Schlosser in einer Kfz.-Werkstatt, dann trat er in den Vorruhestand. Also hatte sich sein Berufswunsch doch noch irgendwie erfüllt. Im Rahmen einer Erwachsenenqualifizierung holte Günter Feustel die 10. Klasse nach und machte seinen Meisterabschluss (1970–1972). Früher hat der gutmütige und ehrgeizige Mann gern Autos repariert und neu aufgebaut. Günter Feustel ist mit Leib und Seele Heimwerker. Zusammen mit seiner Frau ist er viel gereist, zu DDR-Zeiten ging es von der Wismut aus nach Zinnowitz auf der Ostseeinsel Usedom. Am schönsten war es nach der Wende in Norwegen und Griechenland. Darin sind sich beide Eheleute einig und schwelgen in ihren unvergesslichen Erinnerungen an herrliche Urlaubstage. Irmgard Feustel, geboren 1933 in Greiz, ist mit noch einer Schwester aufgewachsen. Die Eltern verdienten ihr Geld in der Textilindustrie. Nach dem Abschluss der 8. Klasse (Schule 1940–1948) zog es das Mädchen zunächst in die Landwirtschaft. Doch nach einem halben Jahr schulte Irmgard um zur Weberin in der Textilbranche. Sie lernte im Greizer Betrieb „Elsterperle“ (bis 1956). 1966 fing Irmgard Feustel bei der Deutschen Post an. Sie spricht von einer schönen Dienstzeit als Zustellerin und blieb 25 Jahre dabei. 1991 trat sie in den Ruhestand. Früher hat sie während ihrer Freizeit viel gestrickt. Heute kocht sie gern und beschäftigt sich im Garten. Gesund bleiben und Harmonie in der Familie haben – das wünschen sich Irmgard und Günter Feustel für die Zukunft. Traditionell feiern sie ihre Geburtstage und das Weihnachtsfest in Familie. Streitereien haben in ihrem Leben keinen Platz. Denn sie bezeichnen sich selbst als Familienmenschen.
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