MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Bernd und Gisela Ferl

Große Tiere beruflich, kleine Tiere privat

Bernd und Gisela Ferl

Meister der Rinderzucht, Ingenieurökonom Krippenerzieherin
Am Sportplatz 5
04808 Thallwitz
Fon: 03425 / 924261

In Wurzen wurde Bernd Ferl 1951 geboren. Sein Schulbesuch begann im nahen Thallwitz, einige Jahre verbrachte er auch bei den Großeltern in Trebsen. 1967 schloss er in Thallwitz mit der 10. Klasse ab. Die letzten Jahre waren bereits mit Lehrausbildung verbunden, so dass er danach für den Abschluss als Rinderzüchter nur noch ein Jahr benötigte. In Thallwitz, Plaußig und Nischwitz erlebte er die Praxis, musste mit 25 Jahren (trotz erfolgter Familiengründung) noch seinen Armeedienst in Eisenach ableisten, wurde jedoch gesundheitsbedingt bereits nach einem halben Jahr ins Zivilleben entlassen. Er besuchte die Meisterschule und wurde als Rinderzuchtmeister in der Milchviehanlage von Nischwitz eingesetzt. In den achtziger Jahren erfolgte noch in Dresden-Pillnitz eine Weiterbildung zum Ingenieurökonomen. Bernd Ferl arbeitete als Brigadier in Nischwitz, übernahm dann die Verantwortung für die Schweinemastanlage mit rund 6.000 Tieren in Thallwitz. Als die DDR-Agrarstrukturen zusammenbrachen, ließ er sich in Leipzig zum Umweltberater ausbilden. Aus dem geplanten Praktikum in Eilenburg wurde eine Festanstellung bei der dortigen Entsorgungsfirma Edelhoff, die später als VEW, bis heute als REMONDIS Eilenburg GmbH firmierte. Bernd Ferl war als Einsatzleiter tätig und ging mit 63 Jahren in Rente. Seit 1971 steht Frau Gisela an seiner Seite. Sie wurde 1952 in Nischwitz geboren, besuchte dort die 1. Klasse, kam dann an die Pestalozzi-Schule im benachbarten Wurzen und mit dem Umzug der Familie an die Brandiser Schule. Dort schloss sie die 10. Klasse ab und besuchte dann die Medizinische Fachschule Wermsdorf, erlebte die Praxis im Kleinstkinderheim von Beucha und konnte als Säuglingsschwester mit Staatsexamen abschließen. Die Kinderkrippe von Thallwitz wurde ihre erste Berufsstation, bereits 1973 wurde sie für nun viele Jahre Leiterin der Einrichtung. Mit den Umstrukturierungen nach dem Ende der DDR wechselte sie in die gemeinsame Kindertagesstätte von Thallwitz. Eine einjährige Weiterbildung machte sie fit für die Belange gesamtdeutscher formaler Erfordernisse. Mit dem Jahr 2011 ging sie in Altersteilzeit. 1972 wurde Familie Ferl durch den Sohn Michael erfreut, dem 1977 Sohn Matthias folgte. Zwei Enkelkinder bereichern das Familienleben. Beide Ehepartner gehören dem Heimatverein Thallwitz e. V. an, vor allem unterstützt Gisela Ferl ihren Mann bei seinem großen Hobby, der Rassegeflügelzucht (früher gehörten auch noch Kaninchen dazu). Die Zwerghühner und Rassetauben von Bernd Ferl erhielten Preise bei Ausstellungen und Deutschen Meisterschaften. Er ist als Vorsitzender des Rassegeflügelzuchtvereins Wurzen und Umgebung e. V. gefragt und engagiert sich im technischen Bereich ebenso beim genauso traditionsreichen Leipziger Rassegefügelzüchterverein 1869 e. V.
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