MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Edeltraut und Rudolf Fieber
Der Glaube an sich selbst
Steno-Phono-Typistin und
Sozialversicherungsfachangestellte
Maler
Neustrelitzer Str. 3 b
17033 Neubrandenburg
Fon: 0395 / 3681660
Geheiratet haben Fiebers am 14.02.1969 – in einem Jahr, als den Valentinstag noch nicht zu denken war. In der Folgezeit kamen die Söhne René und Christian sowie Tochter Monika zur Welt. Jedes Kind bescherte zwei Enkelkinder und somit machen Sophia, Finn, Lucas, Jamil, Pia und Fenja das Leben vollkommen. Viel Zeit verbringen die Enkel bei ihren Großeltern und zur ihrer großen Freude dürfen sie dort so manches Mal übernachten.
Am 26.09.1949 geboren, ergriff Edeltraut Fieber nach der Schule die damals neuartige Kombinationsausbildung zur Steno-Phonotypistin und legte über Abendschule die neunte und zehnte Klasse ab. In der Großbäckerei Neubrandenburg begann sie als Direktionssekretärin. Nachdem ihr erster Sohn geboren war, wechselte sie in gleicher Funktion in die Fleischwirtschaft und als 1973 die Geflügelwirtschaft aus der Fleischwirtschaft ausgegliedert wurde, übernahm sie diesen Bereich.
Mit der Wende entlassen und eine Weile arbeitslos, fand sie bei der BfA-Rentenversicherung eine Stelle als Schreibkraft – allerdings nur vier Stunden täglich. Trotzdem bescherte ihr die Versicherung eine optimale Zukunftsperspektive. Über die BFA hatte sie das große Glück, in Berlin nochmals die Schulbank zu drücken. Ihre Mitstreiter waren 20 Jahre jünger, doch Edeltraut Fieber bestand mit 50 Jahren alle Prüfungen mit Bravour und erhielt den Abschluss als Versicherungsfachangestellte. Noch 10 Jahre arbeitete die heutige Rentnerin als Kontenklärererin und Rentenberaterin und ging 2009 in den Vorruhestand. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit Handarbeiten und Fotografieren.
Rudolf Fieber wurde am 03.01.1944 Groß Tschochau/Tschechien als Sohn einer Tschechin und eines Deutschen geboren. 1948 mussten sie das Land verlassen und kamen über einige Zwischenstationen nach Neubrandenburg. Er besuchte die Schule, ließ sich zum Maler ausbilden und arbeitete bis zum 58. Lebensjahr an verschiedenen Arbeitsstätten. Danach arbeitslos geworden, bestand die Möglichkeit, sich mit Abzügen in die Rente zu begeben, was er auch tat. Die freie Zeit nutzte er gerne für Fahrradtouren.
Sehr aktiv ist das Paar in der Kirche, gehört dem Chor an und engagiert sich stark im Apostelamt Jesu Christi.
Leider wurde er 2014 von einem Schlaganfall heimgesucht. Laufen und Sprechen waren eingeschränkt oder kaum noch möglich. Mit Unterstützung von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden übt Rudolf Fieber konsequent und vehement jeden Tag und täglich wird alles ein kleines Stück besser. Größte Hilfe ist ihm natürlich seine Edeltraut und sein Glaube, vor allem auch der Glaube an sich selbst.