MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Siegrid Ferks

„Mach das Beste daraus!“

Siegrid Ferks

Lehmweg 1
09306 Rochlitz
Fon: 03737 / 48651

Die Hände in den Schoß zu legen, ist ihre Sache nicht. Alles, was sie besitzt, entspringt eigener Hände Arbeit. Ein Satz, erhoben zur Lebensmaxime, liegt ihr besonders am Herzen: „Mach das Beste daraus!“ Geboren wurde Siegrid Ferks am 12.02.1956 in Rochlitz. Aufgewachsen in Methau, besuchte sie die Schule in Zettlitz und erhielt 10 Jahre später ihr Abschlusszeugnis. Beim Rochlitzer Bahnhof absolvierte sie eine Lehre im Bereich Betriebs- und Verkehrswesen, wurde insbesondere als Zugbegleiterin geschult und genoss eine gute Ausbildung. Übrigens lernte sie auch ihren späteren Ehemann bei der Deutschen Reichsbahn kennen. Leider verstarb er 1998 im Alter von nur 43 Jahren. 21 Jahre durfte Siegrid Ferks ihre Ehe genießen. Seither geht sie alleine durchs Leben, erfährt jedoch große Unterstützung durch ihre beiden Söhne Andreas und Alexander. Beide wuchsen im Haus mit schönem Grundstück behütet sowie in Liebe und Freiheit auf. Doch zurück! Mehr als drei Jahrzehnte arbeitete Siegrid Ferks bei der Bahn. Diese Ära endete 2002 infolge der deutschen Vereinigung. Gleichsam wurde im Rochlitzer Bahnhof der Zugverkehr eingestellt. Apropos Wende. Im August 1989 erhielt sie Genehmigung, zur Hochzeit ihrer Cousine in die BRD einreisen zu können.. Nun beeindruckte sie besonders der enorme Konsum im westlichen Teil Deutschlands. Kurz danach waren bekanntermaßen auch bei ihr die Läden reichlich gefüllt. Negative Begleiterscheinungen blieben jedoch nicht aus. Für ein Jahr musste sich die versierte Zugbegleiterin in die Arbeitslosigkeit begeben. Doch Siegrid Ferks wäre nicht Siegrid Ferks, wenn sie diesen Zustand hinnehmen würde. Fünf Jahre lang hielt sie sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser, erhaschte 2007 einen neuen Arbeitsplatz in der Großwäscherei „Getex“ und gestaltete dort bis zum Erreichen des Rentenalters ihr Arbeitsleben mit Zuverlässigkeit, Fleiß und Engagement. Heute schenkt sie die meiste Zeit ihrer Familie, aus welcher auch ihr „drittes Kind“ – ihre treue Hündin Cora – nicht wegzudenken ist. Sie pflegt ihren blumenreichen Garten und wird schwach bei dem Gedanken an ihren Kaninchenzüchterverein. Seit beinahe vier Dekaden Mitglied, sorgt sie mit Süßem und Deftigem vordergründig für das leibliche Wohl, genießt die jährlichen Ausstellungen der mümmelnden Gefährten mit deutschlandweiter Beteiligung sowie das gesellige Beisammensein aller. Abschließend kommt Siegrid Ferks noch ein wenig ins Plaudern: Wenn ich diese Aufgaben und Erlebnisse nicht hätte, wäre mein Leben ein ganzes Stück ärmer.“
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