MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Harald und Lieselotte (Lilo) Fankhänel

Vom Glück, das Leben gemeinsam zu verbringen

Harald und Lieselotte (Lilo) Fankhänel

Diplomlehrer und Diplomlehrerin
07570 Weida

Harald und Lieselotte Fankhänel sind seit dem 24. Dezember 1958 verheiratet. „Es gab einfach keinen anderen Termin und dann auch nur eine Abfertigung per Fließband“ erinnern sie sich. Zur Familie gehören die 1962 geborene Tochter Antje, die heute auf der Volkswerft Stralsund als Assistentin des Geschäftsführers arbeitet. Im Jahr 1968 folgt der Sohn Torsten, dieser lebt heute in Freiberg und ist Serviceingenieur für Solarzellen. Dazu kommen drei Enkel und eine Urenkelin, die in Dänemark lebt. Harald Fankhänel wird am 22. November 1937 geboren und wächst in Lauter im Erzgebirge auf. Der Vater ist Maurer und kehrt 1948 aus dem Krieg zurück, die Mutter arbeitet als Näherin. Der Sohn ist schon sehr früh entschlossen, einmal Lehrer zu werden. Über den zweiten Bildungsweg legt er ein so genanntes „Notabitur“ ab und studiert von 1955 bis 1958 in Halle Pädagogik, Biologie und Chemie. Die nächsten vier Jahre arbeitet Harald Fankhänel in Wünschendorf / Elster im Bezirk Gera. Die Atmosphäre im dortigen Kollegium ist sehr gut, aber leider gibt es keine eigene Wohnung. So wechselt er 1962 nach Weida, wo er mit seiner Frau in eine Arbeiterwohnungsgenossenschaft (AWG) eintritt und an einer Erweiterten Oberschule (EOS) unterrichtet. Bis 1970 ist er hier tätig. Aufgrund von Umstrukturierungen wird aus der EOS eine Ausbildungsstätte für Kindergärtnerinnen. Der Pädagoge unterrichtet nun Gesundheitserziehung. Im Jahr 1988 zieht die Schule nach Gera um, er geht mit und arbeitet hier bis zu seiner Berentung im Jahr 2001. Er kann erleben, wie sich nun immer mehr junge Männer für den Beruf eines Kindergärtners entscheiden und sieht diesen Trend aus pädagogischer Sicht als sehr positiv an. Lieselotte Fankhänel wird am 20. Dezember 1936 in Ammendorf, einem bekannten Standort für den Waggonbau, geboren. Der Vater arbeitet hier als Schlosser, die Mutter ist Hausfrau. Während der Schulzeit lernt sie viele Lehrerinnen und Lehrer schätzen und so entscheidet sie sich nach dem Abitur, in deren Fußstapfen zu treten. Sie wählt ebenfalls für die Fachrichtungen Biologie und Chemie und lernt so während der Ausbildung ihren Mann kennen. Mit ihm zieht sie nach Weida. Als jüngster Lehrerin gibt man ihr hier die Klassen mit den Kindern aus sehr schwierigen Verhältnissen. Trotzdem arbeitet sie bis 1979 an dieser Schule und geht dann auch an die Schule für Kindergärtnerinnen, wo sie das Fach Naturkunde gibt. Lieselotte Fankhänel blickt mit viel Zufriedenheit auf ihre Jahre im Beruf zurück. Harald und Lieselotte Fankhänel lesen sehr gern und viel und wollen dabei vor allem viel über andere und bisher fremde Kulturen erfahren. Dafür sind sie auch schon sehr oft durch Europa gereist. Außerdem gehen sie sehr oft ins Theater oder besuchen Konzerte.
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