MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gotthard Falk

Die Gaben Gottes

Gotthard Falk

Pastor i. R.
08321 Zschorlau

Anita und Gotthard Falk sind seit dem 5. März 1955 glücklich verheiratet. Anlässlich der Diamantenen Hochzeit verfasste er eine wunderbare Schrift zur Ehe im Allgemeinen sowie zu seiner eigenen, welche tiefgreifende Worte enthält. „Wer vom ‚Menschen‘ redet, muss sowohl ‚Mann‘ als auch ‚Frau‘ sagen. Beide erst ergeben den vollen Begriff ‚Mensch‘.“ Geboren wurde Gotthard Falk am 05.08.1932 in Zschorlau und wuchs in christlichem Elternhaus auf. Nach Besuch der Volksschule wechselte er an die Oberschule und legte 1951 das Abitur ab. Ein Praxisjahr absolvierte er in der Erzwäscherei der Wolframitgrube, bevor er 1952 an der Universität Leipzig sein Studium der Theologie aufnahm. Sich für die Theologie berufen fühlend, legte er 1957 das Staatsexamen ab und nahm seine erste Tätigkeit als Pastor an der Friedenskirche in Karl-Marx-Stadt auf. 1961 ans Theologische Seminar nach Bad Klosterlausnitz berufen, lehrte er bis 1976 als Theologiedozent, nahm für fünf Jahre Gemeindedienst in Halle an der Saale auf und verbrachte seine letzte berufliche Ära bis 1995 über 14 Jahre in Aue. Nachdem Gotthard Falk drei Mal abgelehnt wurde, war es ihm seit 1973 vergönnt, mehrfach an Tagungen im nichtsozialistischen Ausland teilzunehmen. Er erhielt sein erstes Visum über die Botschaft von Großbritannien, wonach er beispielsweise Finnland oder die Schweiz sowie sechs Mal die Vereinigten Staaten besuchte. Besonders als Theologe erlebte er natürlich die Wendezeit ganz aktiv mit. Gotthard Falk gehörte dem „Runden Tisch“ der Stadt Aue sowie des Kreises Aue an, hielt zusammen mit anderen zahlreiche Fürbittgottesdienste in der Nikolaikirche Aue ab. Selbst im Ruhestand arbeitete er noch viel, doch zwangen jetzt gesundheitliche Gründe dazu, etwas mehr Ruhe einkehren zu lassen. Der Hobbyfotograf und -buchbinder öffnete sich mit 60 Jahren der Computertätigkeit, und viele Arbeiten erledigt er am Rechner. Seit 1950 führt er Tagebuch, und 1995 begann der Theologe mit dem Umbau des väterlichen Hauses, zog mit seiner Frau Anita nach Zschorlau und kümmert sich gern um das Grundstück. Tochter Katharina arbeitet als Dipl.-Bibliothekarin, Sohn Joachim vertritt seine Firma als diplomierter Physiker in Fernost, und die Familie wuchs um fünf Enkel und zwei Urenkel, und das dritte Urenkelchen wird in Kürze erwartet. Für Gotthard Falk ist seine harmonische Ehe inklusive seiner Familie das Synonym für Glück, und mit Freude resümiert er: „Die Ehe ist eine gute Gabe Gottes.“
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