MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Reinhard Feja

„Müde macht uns die Arbeit, die wir liegenlassen, nicht die, die wir tun.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

Reinhard Feja

Roitzscher Str. 33
06792 Sandersdorf OT Ramsin
Fon: 034954 / 31343  

Sie hatten es nicht immer leicht im Leben, der 1935 geborenen Reinhard Feja und seine Frau Ruth, mit der er bereits die Diamantene Hochzeit feierte. Ihren einzigen Sohn Aribert verloren Sie im Wendejahr 1989, als dieser von seiner Urlaubsreise nicht mehr zurückkehrte, den Tod durch Ertrinken fand. Für Familie Feja bedeutete das, als Großeltern Mitverantwortung für Enkeltochter Doreen zu übernehmen, die sieben Jahre später zudem ihre Mutter verlor. Noch heute wohnt sie bei Ihnen im Haus und die beiden Enkelkinder sind Freude im Alltag. Reinhard Feja stammt aus einem Arbeiterhaushalt, lernte nach der 8. Klasse den Tischlerberuf und arbeitete fünf Jahre lang der Ausbildung entsprechend. Seine Frau, zu dieser Zeit in der Filmfabrik Wolfen tätig, arbeitete in einem Steinzeugwerk und dass sie mehr verdiente als der gelernte Tischler, war Anlass für ihn in den gleichen Betrieb zu wechseln. Hier erlebte er die Umsetzung der Pläne der DDR zur Kombinatsbildung. Dass sein Betrieb dabei dem BKK (Braunkohlenkombinat) Bitterfeld angegliedert wurde, erweist sich heute als Glück durch den Anspruch auf eine Bergmannsrente. 33 Jahre war er im Betrieb, als er 1990 im Zuge der durch die Wende bedingten Umstrukturierungen in die Brikettfabrik umgesetzt wurde und bald darauf in den Vorruhestand und Ruhestand versetzt wurde. Aufgabe wurde nun die Arbeit in Haus und Garten des 1975 errichteten Eigenheims. Er erinnert sich noch gut, wie das damals war. „Häuslebauer“ wurden vom Betrieb unterstützt. Das reichte von der Freistellung bei der Arbeit über Fahrzeugnutzung bis hin zur Nutzung des Telefons im Meisterbüro. „Wir hatten ja nirgends im Dorf eins, und man musste doch früh überall anrufen, um rauszubekommen, ob und wo es was gab“, erzählt Reinhard Feja. Das kann sich heute keiner mehr vorstellen, im Zeitalter der Handys und Baumärkte....Bei den DDR-Bürgern entwickelte sich dabei ein einzigartiges Organisationstalent. Dieses ist bei Reinhard Feja erhalten geblieben, der heute noch selbst alles im Nutzgarten anbaut, was die Familie für den eigenen Bedarf benötigt. Die Fejas sind stolz alles aus eigener Kraft erreicht zu haben und verweisen darauf, dass ihr Häuschen und Garten heute steht, wo einst nur Ackerland war. Reinhard Feja liebt die Arbeit auf seinem Anwesen. „Er geht früh raus und kommt am Abend rein“, berichtet seine Frau, und dass sie deshalb nur einen gemeinsamen Wunsch haben: Gesundheit, Gesundheit, Gesundheit!
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