MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Simone Fahland
Freundliche Worte kosten nichts, aber bringen viel ein.“ (Blaise Pascal)
Inhaberin
Pension „Kilometer 267“
Burgreinaer Str. 16
06846 Dessau-Roßlau
Fon: 0340 / 618156
Internet: www.kilometer-267.de
E-Mail: kontakt(at)kilometer-267.de
Als Tochter einer Verkäuferin und eines Schlossers geboren, hatte das junge Mädchen Simone eigentlich den Wunsch Kindergärtnerin zu werden. Doch die Stimmeignungsprüfung für den Beruf bestand sie nicht und so entschied sie nach Beendigung der Schule (1969–1979) an der Forstschule Söllichau eine Ausbildung zum Forstfacharbeiter / Mechanisator zu absolvieren. 1981 ausgelernt, arbeitete sie bis 1985 in einer Frauenbrigade des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes. Während der Lehre hatte sie bereits ihren Mann Normen kennen gelernt, folgte ihm 1985 nach Großkühnau und brachte Sohn Patrick (Bäcker) zur Welt. Drei Jahre betreute sie ihn zu Hause, bekam dann endlich einen Kindergartenplatz, aber keine Möglichkeit mehr in der Forstwirtschaft zu arbeiten. So fing sie in einer privaten Gärtnerei an, erlebte hier die Wende. Die neue Zeit machte es möglich, den Umbau des Elternhauses von Norman Fahland zu planen und die Besuchsweise aus den alten Bundesländern angereisten Großeltern empfahlen bei der Gelegenheit einen Imbiss mit zu planen und sich damit eine berufliche Zukunft zu sichern. „Gegessen und getrunken wird immer“, war das überzeugende Argument und so wurde aus der Idee Wirklichkeit. Im Sommer 1991– ½ Jahr vor der Geburt von Tochter Mandy (1992 , Fachverkäuferin und Bürokauffrau) –wurde der kleine Imbiss eröffnet. Damit war der Einstieg in das Gastgewerbe vollzogen. Als kleine Eckkneipe heute noch betrieben, hat sich daraus im Laufe der Jahre mehr daraus entwickelt. „Das Kneipenverhalten hat sich verändert“, erzählt Simone Fahland und dass sie anfangs jeden Tag durchgehend und ohne Ruhetag geöffnet haben mussten. Doch mit den Jahren war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen und führte dazu, über Alternativen nachzudenken. 2008 wurde auf eigenem Grundstück mit einem Scheunenabriss die Voraussetzung für den Aufbau der heutigen Pension geschaffen, 2009 konnte diese eröffnet werden. Am Elberadweg gelegen und mit dem Glück, 14 Tage nach Eröffnung gleich eine umfangreiche 2-Jahres-Buchung zu erhalten, mauserte sich das Haus zu einem gut gebuchtem Kleinod mit durchschnittlich 60 %-tiger Auslastung und wiederkehrenden Stammgästen. Pieksauber, niveauvoll und mit dem Charme eines zu Hauses, zeigt es sich dem Besucher, als ein Haus in dem die Chefin alles selber macht. Organisatorisch ist das nur zu händeln, weil Ehemann Norman neben seiner Arbeit als Forstwirt, zupackt wenn es nötig ist und eigene Wohnstätte sich im gleichen Areal befindet. Ihre Entscheidung für Kneipe und Pension haben die Eheleute nie bereut. Dass Norman Fahland im öffentlichen Dienst beschäftig ist, gibt finanzielle Sicherheit. Das Engagement, die Gründlichkeit, die Leistungsbereitschaft, Freundlichkeit und der unbedingte Wille, Ziele zu erreichen, als Eigenschaften von Simone Fahland, vervollständigen das gemeinsame Erfolgsrezept und beide wünschen sich, dass es noch lange so bleibt.