MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dr. Eva-Maria Fabricius
Engagierte Krebsforscherin
Engagierte Krebsforscherin Chemieingenieurin Laborleiterin Röntgentaler Weg 110-112 13125 Berlin Fon: 030 / 9497369
Im süddänischen Christiansfeld wurde Eva-Maria Fabricius 1937 geboren. Ihr Vater war dort in Dänemark tätig. Nach dem erfolgreichen Abitur und einem Laborpraktikum 1955 bis Januar 1957 ließ sie sich ab 1957 in Halle (Saale) zur medizinisch-technischen Assistentin ausbilden. Schon seit früher Jugend hatte sie Interesse für Medizin und naturwissenschaftliche Fächer. 1959 kam Eva-Maria Fabricius nach Berlin und arbeitete bis 1962 in der Klinik für Natürliche Heilweise der Charité an einem Forschungsprojekt über bakteriell-bedingtes Asthma bronchiale. Ab 1963 arbeitete Eva-Maria Fabricius an der Robert-Rössle-Klinik, dem klinischen Teil des Instituts für Krebsforschung der Deutschen Akademie der Wissenschaften (ab 1972 Zentralinstitut für Krebsforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR) in der klinikorientierten Forschung.
Ab 1970 qualifizierte Eva-Maria Fabricius sich in einem Fernstudium zur Chemieingenieurin weiter. Ihre Forschungen führte sie zunächst an Versuchstieren und schließlich als angewandte Forschung im Klinikbereich. „Es ging dabei um die Diagnose Krebs oder um Metastasen zu erkennen“, erklärte Dr. Eva-Maria Fabricius. Nach dem Einigungsvertrag wurden alle Zentralinstitute der Akademie der Wissenschaften evaluiert und abgewickelt. Eva-Maria Fabricius war 1992 mit der Leitung der Abwicklung des Zentralinstituts für Krebsforschung beauftragt. Nach erfolgter Gleichstellung ihrer Ausbildung 1993 durch den Berliner Senat reichte Eva-Maria Fabricius eine Promotionsarbeit in der Biologischen Fakultät der Humboldt-Universität ein, die sie 1994 erfolgreich verteidigte. Anschließend nahm Dr. Eva-Maria Fabricius ihre Tätigkeit im Virchow-Klinikum der Freien Universität (seit 1998 Humboldt-Universität, Universitätsklinikum Charité, Campus Virchow-Klinikum) auf. Als Laborleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin setzte sie im Rahmen der Krebsforschung zur Charakterisierung von Kopf-Hals-Tumoren zellbiologische, immunologische und molekularbiologische Nachweismethoden ein. Zur Publikation ihrer Ergebnisse verfasst Dr. Eva-Maria Fabricius Einzelpublikationen und Kapitel in Handbüchern und hält Vorträge zur Krebsforschung, wobei die neuesten Erkenntnisse vermittelt werden. Nebenbei betreute sie Doktoranden und begleitete diese zur Promotion.
Für ihre Leistungen wurde sie in der Robert-Rössle-Klinik mit der Hufeland- und Robert-Koch-Medaille geehrt. Und Dr. Eva-Maria Fabricius ist stolz, „trotz Umwegen immer wieder zu Erfolgen gekommen“ zu sein. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist das Lesen. Und so forstet sie auch die Publikationen ihres Großvaters durch, der von 1893 bis 1909 als Missionsarzt in Südchina aktiv war. Diese wissenschaftliche Tätigkeit möchte sie gerne ausarbeiten. Doch neben dem großen, unermüdlichen Engagement für die Krebsforschung findet Dr. Eva-Maria Fabricius auch noch Zeit und Muße, Ausstellungen und Konzerte zu besuchen. Regelmäßig nimmt die engagierte Krebsforscherin an Klassen- und Mitarbeitertreffen teil. Und ihr größter Wunsch besteht darin, möglichst lange gesund zu bleiben.