MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Rosmarie und Willfried Enkelmann

Nomen est omen

Rosmarie und Willfried Enkelmann

Elektromonteurin i. R.
Dreher und Schlosser i. R.
Petersberg 22
04720 Döbeln

Was gibt es schöneres als verbindende Elemente in einer Ehe. Und eine Charaktereigenschaft verbindet Rosmarie und Willfried Enkelmann in besonderem Maße – die Ordnungsliebe. Auch mögen sie es, wenn alles geregelt ist und in den richtigen Bahnen verläuft. Geboren wurde Rosmarie Enkelmann am 16.10.1949 in Kaufbach. Aufgrund eines angeborenen Hüftleidens musste sie schon als Kind viel Zeit in Krankenhäusern verbringen. War sie zu Hause, begleiteten liebevolle Eltern ihr Größerwerden und sie begeisterte sich an Ziege, Schaf, Schweinen und Hühnern. Schon 1954 war die Familie nach Maltitz ins Elternhaus des Vaters gezogen. Sie besuchte die Schule und die Wahl eines Berufes war aufgrund ihrer Erkrankung eingeschränkt. So ließ sie sich im VEB Elektrowärme Döbeln zur Elektromontiererin ausbilden. Sie blieb auch danach im Betrieb, fertigte Heizkörper und genoss den großen Zusammenhalt unter den Mitarbeitern. Leider wurde Rosmarie Enkelmann 1992 krankheitsbedingt erwerbsunfähig. Die Gesundheit war angeschlagen, aber die Kollegen verlassen zu müssen, fiel ihr überaus schwer. Ehemann Willfried erblickte das Licht der Welt am 05.08.1947 in Altenbora-Malitzsch. Aufgewachsen auf dem elterlichen Bauernhof, war Mithilfe unumgänglich, doch genoss er auch gewisse Freiräume und widmete sich ab dem 12. Lebensjahr dem Reitsport. Im VEB Molekularzerstäubung Meißen nahm er nach der Schule eine erste Arbeit in der mechanischen Abteilung auf. Erst später erhielt er die Chance für eine Berufsausbildung und bekam 1969 seinen Facharbeiterabschluss als Dreher. Nach Armeeeinsatz kehrte er an seinen Betrieb zurück, ging 1972 als Dreher in den Getriebebau Markritz und wechselte fünf Jahre später nochmals. Am 1. Januar 1977 nahm er eine neue Arbeit als Schlosser im Schlachthof Döbeln auf. Die Jahre 1980 bis 1982 gestalteten sich schwierig. Enkelmanns bauten ihr Haus und dies bedeutete viel Stress und wenig Schlaf. Doch heute können sie ihr Eigenheim so richtig genießen. Obwohl Willfried Enkelmann im November 1989 einen schweren Betriebsunfall erlitten hatte, konnte er weit über die Wende hinaus im Unternehmen beschäftigt bleiben. Das Arbeitsverhältnis endete erst 1995 als der Schlachthof im Sterben begriffen war. Er kam noch verschiedenen beruflichen Ausrichtungen nach und ging mit 60 Jahren in Rente. Im Beschäftigungsrahmen dominiert nun der Garten. Darüber hinaus versorgt sie ihre Hasen, er seine Tauben und beide freuen sich auf die Besuche der Söhne Lutz und René. Am allerliebsten beschäftigen sich Rosmarie und Willfried Enkelmann – nomen est omen – mit ihren beiden kleinen Enkelkindern und sie hoffen, deren Entwicklung noch lange verfolgen zu können.
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