MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Hans-Peter Esche
Die Mutter Theresa aus der Landsberger Allee
Baumaschinist
Fachkrankenschwester i. R.
Immenweg 26
16356 Ahrensfelde OT Eiche
Hans-Peter und Heidrun Esche leben seit 1983 gern zusammen in Ahrensfelde und gestalten ihre Freizeit stets gemeinsam. Jedes Jahr trifft sich die Familie beim jüngsten Sohn zur Weihnachtsfeier. Heidrun Esche liest sehr gern und beide Esches wünschen sich mehr Vernunft in der Welt. Gern feiern sie mit Freunden den „Herrentag“.
Hans-Peter Esche ist ein hilfsbereiter und konsequenter Mensch, der engagiert arbeitet und in seiner Freizeit Disco-Musik für Freunde macht. Er wird 1940 in Bad Langensalza geboren, beendet 1954 die Schule mit der achten Klasse und absolviert anschließend eine dreijährige Lehre zum Bäcker und Konditor. Hans-Peter Esche träumt davon, einmal Pilot zu werden, lebt seine Leidenschaft vom Fliegen mit seinem geliebten Segelflugsport aus. Schwerelos in der Luft – das ist es, was ihn antreibt. 1959 geht er als Zeitsoldat zu den Luftstreitkräften und erhält hier eine komplette Ausbildung zum Luftbildfotografen. „Stasi- und Sowjetobjekte haben wir natürlich aus den Luftaufnahmen herausgefiltert“, erinnert er sich. Den Traum vom Piloten kann er nicht realisieren. 1963–1990 ist er bei der Firma Talsperrenbau Weimar. Sein Betrieb erbaut die Kläranlagen von Waßmannsdorf und wirkt mit bei diversen Großprojekten, wie dem Gleisdreieck und dem Potsdamer Platz. 1990 wird die Firma von der Firma HochTief übernommen. Im Laufe seines Berufslebens hat Hans-Peter Esche sich ständig weiterentwickelt, wovon die Ausbildung zum Baumaschinenführer, Berufskraftfahrer und die Lizenz zum Führen von Bussen und Personenbeförderung zeugen – alle mit einem Abschlusszertifikat belegt. Hans-Peter Esche hat 2000 das Glück, ohne Abzüge in die Rente gehen zu können. Aus seiner ersten Ehe gehen die Kinder Thomas, Stephan und Katrin hervor. Die Ehe wird 1977 geschieden.
Seine zweite Frau, die 1944 geborene Heidrun Esche ist gelernte Krankenschwester. Seit 1983 ist sie auch Fachkrankenschwester für die große Krankenpflege, was dem Meister in der Industrie entspricht. Ihre erste Ehe mit dem Mann Rainer Fischer, einem NVA-Offizier, wird 1976 geschieden. Heidrun Esche lebt seit 1966 in Berlin und arbeitet hier zunächst im Krankenpflegeheim Hohenschönhausen. „Das war eine körperlich sehr schwere Arbeit, die mir aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht hat“, erzählt sie. Ab 1984 arbeitet sie in der Niederlassung des Regierungskrankenhauses in der Scharnhorststraße in Berlin-Mitte. „Ich hatte stets eine realistische, aber positive Einstellung zur DDR, ohne SED-Mitglied zu sein“, meint Heidrun Esche. Das Krankenhaus wird am 31. Januar 1991 geschlossen. Heidrun Esche ist zunächst verzweifelt, lässt sich jedoch nicht unterkriegen und bewirbt sich bei der Hautmedizin an der Charité, wo sie, auf eigenen Wunsch, auf der Hautkrebsstation arbeitet. Dies ist fachlich eine sehr interessante Arbeit. Vielen Menschen gibt sie hier und später Sterbebegleitung, was oft eine große Herausforderung ist. Anderen in Not zu helfen, für sie da zu sein, ist ihr immer Bedürfnis. Ihre Arbeit wird von den Patienten und Kollegen sehr geschätzt, sie selbst handelt und arbeitet getreu ihrem Motto: „Einmal Schwester – immer Schwester“. Schichtarbeit gehört für sie zum medizinischen Ethos. „Wer das nicht will, soll nicht in einem Krankenhaus arbeiten“, meint sie resolut und orientiert sich an ihrem persönlichen Vorbild: Florence Nightingale. In ihren freien Stunden liest Heidrun Esche sehr gern und trifft sich jedes Jahr am Totensonntag mit ihren Geschwistern am Grab der Eltern.