MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Prof. Dr. John Erpenbeck

Zwei Seelen in einer Brust

John Erpenbeck

Wissenschaftler / Mitgesellschafter zweier GmbH / Mitglied der Leibniz Sozietät Berlin / Autor / Schriftsteller / Mitglied des Verbandes der Schriftsteller der Bundesrepublik Deutschland Fritz-Erpenbeck-Ring 13156 Berlin Internet: www.erpenbeck.homepage.t-online.de E-Mail: ion@gmx.org 1984 ausgezeichnet mit dem Heinrich-Heine-Preis

John Erpenbeck hatte als Kind gleich zwei Berufswünsche: Schriftsteller und Wissenschaftler. Geboren wurde er 1942 in Ufa, der Hauptstadt der Baschkirischen Republik. Seine Eltern, die Schriftsteller Hedda Zinner und Fritz Erpenbeck, lebten zu jener Zeit im sowjetischen Exil und kehrten 1945 zurück nach Deutschland. Auch Sohn John interessierte sich für Literatur. Schon als Jugendlicher schrieb er das Libretto (Text) für eine Kinderoper, die sogar im Fernsehen gezeigt wurde. Aber auch der Physik galt sein Interesse. „Der Unterricht gefiel mir so gut, dass ich in einer Arbeitsgemeinschaft mitmachte“, schmunzelt John Erpenbeck. Kein Wunder also, dass er 1960 an der Berliner Humboldt-Universität Physik studierte und sich der Biophysik zuwandte. Nach dem Diplom und der Promotion war er am Institut für Biophysik der Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW) beschäftigt. Von 1971 bis 1973 arbeitete John Erpenbeck im Bereich Kern- und Kosmosforschung des Ministeriums für Wissenschaft und Technik. Mit der Arbeit „Erkenntnistheorie und Psychophysik kognitiver Prozesse“ erfolgte 1978 die Habilitation, 1984 die Ernennung zum Professor. Da John Erpenbeck auch Romane und Gedichtbände schrieb, wurde er 1984 Honorary Fellow in Writing der Universität von Iowa (USA). Bis zur Wende war er am Zentralinstitut für Philosophie der AdW, wo er sich mit philosophischen, historischen und wissenschaftstheoretischen Problemen der Psychologie befasste. „Ich hatte von Philosophie keine Ahnung, aber hervorragende Lehrer brachten mir Vieles bei“, meint John Erpenbeck. Danach forschte er in der Max-Planck-Gesellschaft zu speziellen Fragen in Wissenschaftsgeschichte und –theorie. 1993/94 war er Gastprofessor am Center for Philosophy of Science in Pittsburgh (USA). Er war in einer Arbeitsgruppe der Potsdamer Universität tätig und leitete von 2000 bis 2007 den Bereich Grundlagenforschung des Projektes „Lernkultur-Kompetenzentwicklung“ der QEM (Qualitäts-und Entwicklungsmanagement). Seit 2007 begleitet er an der SIBE Herrenberg (Baden-Württemberg) im Verbund der Steinbeis Hochschule Berlin Projekte und Forschungsarbeiten zur Kompetenzentwicklung und zum -management, ist dort Inhaber des Lehrstuhls Kompetenzmanagement, schreibt Fachbücher. In der Freizeit geht der Ehemann von Ilse, Vater von Jenny und Luise sowie Großvater von Franz in die Oper, ins Theater und Fitness-Center, liest Werke der Romantik und Aufklärung. Wahrsagen, diese Gabe möchte John Erpenbeck gern besitzen.
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