MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Ulrich und Erika Engelmann
Ein starkes Team hat stets gemeinsam Höhen und Tiefen gemeistert
Erika und Ulrich Engelmann
Parkstr. 22
04668 Parthenstein OT Pomßen
Sie haben immer zusammengehalten und sich auch in schwierigen Zeiten gegenseitig unterstützt. Ulrich und Erika Engelmann aus Parthenstein, Ortsteil Pomßen, sehen sich bis heute als starkes Team. Das Paar aus Sachsen ist seit 1976 verheiratet, hat zwei Söhne (geboren 1972 und 1979) und ein Enkelkind. Erika Engelmann, geborene Förster, kam 1949 im sächsischen Naunhof zur Welt. Die Tochter von Landwirten wuchs wie ein Einzelkind behütet auf, denn ihre Schwester ist zehn Jahre älter als sie. Nach der 10. Klasse wollte sie Kindergärtnerin werden und verwirklichte ihren Berufswunsch mit einer dreijährigen Ausbildung an der Henriette-Goldschmidt-Schule in Leipzig. Sie arbeitete in Kinderheimen der Heimatregion bis 1997. Nach der Schließung der Einrichtungen begann Erika Engelmann ab Juli 1997 in der Altenpflege. Es war eine große Umstellung, sich mit knapp 50 Jahren beruflich neu zu orientieren und körperlich schwer zu arbeiten. Gesundheitlich machte ihr das Knie schwer zu schaffen und Erika gab die Anstellung nach fünf Jahren bei der Arbeiterwohlfahrt in Markranstädt auf. Sie wurde operiert, bekam ein neues Kniegelenk und bezog Erwerbsunfähigkeitsrente (EU-Rentnerin). Ulrich Engelmann ist Jahrgang 1946 und wurde als Arbeitersohn in Ammelshain geboren. Seine Eltern arbeiteten in Schichten in einer Spinnerei und einem Steinbruch und betrieben nebenbei Tier- und Feldwirtschaft. Bei der Zucht von Schweinen, Ziegen und Kaninchen musste er von Kindesbeinen an immer mit ran. Außerdem betreute Ulrich Engelmann seine sieben Jahre jüngere Schwester fürsorglich. Ursprünglich wollte der Junge nach der 8. Klasse Fleischer werden, machte aber eine Maurerlehre, die drei Jahre dauerte (BMK Süd, Niederlassung Grimma). Von 1966–1969 war er bei der Bereitschaftspolizei im Dienst, kehrte jedoch anschließend ins Baugewerbe (Baukombinat Leipzig) zurück. Der gebürtige Ammelshainer holte von 1974–1976 berufsbegleitend die 10. Klasse auf der Abendschule nach. 1977 qualifizierte sich Ulrich Engelmann auf der Ingenieurschule in Karl Marx Stadt zum Lehrmeister mit Lehrbefähigung und arbeitete bis 1983 als Berufsschullehrer und Lehrmeister (Meister für Hochbau). Im Herbst (1.11.1983) machte er sich selbstständig. Zu DDR-Zeiten war dies ein mutiger Schritt, mit dem Maurerhandwerk im Hochbau Fuß zu fassen. Mit einem Pkw Lada, Anhänger und selbstgebautem Mischer fing alles an. Reparaturarbeiten für Privatkunden und Aufträge der Gemeinde waren die Schwerpunkte. 1996 musste Ulrich Engelmann Insolvenz anmelden. Danach kehrte er zurück in die Berufsausbildung nach Leipzig und blieb bis 2013. Heute sind die Engelmanns stolz auf das Geschaffene und ihren Nachwuchs. Für ihr großes Grundstück, das sie mit viel Herzblut bewirtschaften, wünschen sie sich weiterhin viel Gesundheit und Kraft.