MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Frank Friedrich Engelhardt

Vorgelebte Traditionen seiner Eltern hält er hoch

Frank Friedrich Engelhardt

Grimmaer Straße 9
04668 Grimma  OT Großbothen

Seinen 70. Geburtstag im Vorjahr (2020) hat Frank Friedrich Engelhardt aus Sachsen im polnischen Karpacz in Familie gefeiert. Das war ihm wichtig. Genauso, wie er jedes Jahr in Urlaub gefahren ist und immer noch fährt. Es sind Traditionen, die ihm schon als Kind in seinem Elternhaus vorgelebt wurden. Entweder ging es mit Mutter (Hausfrau) und Vater (Disponent in einer Spedition) alljährlich im Sommer in den Ferien nach Thüringen oder ins Erzgebirge oder - auch mal an die See. Und es gab noch den Kleingarten, Mutters Ein und Alles. Diese Traditionen familiärer Art liegen einem wie Frank Friedrich Engelhardt aus Grimma, Ortsteil Großbothen, sehr am Herzen. Deshalb hält er sie hoch und pflegt diese Rituale weiter. Er beschreibt sich als einen Menschen, der Dinge hinterfragt, der kein Duckmäuser ist und lieber mal aneckt. Frank Friedrich Engelhardt ist Jahrgang 1950, kam in Leipzig als Einzelkind zur Welt. Bis zu seiner Lehre wohnte er dort, ging zehn Jahre zur Schule und wollte ursprünglich (wie sein Großvater mütterlicherseits, den er nur vom Erzählen seiner Mutter kannte) Schmied werden. Das ging gesundheitlich nicht, so absolvierte er in Liebertwolkwitz im Landwirtschaftlichen Instandsetzungswerk eine zweijährige Lehre zum Landmaschinen- und Traktorenschlosser. Auf seinem Zeugnis steht Maschinenbauer. Nach seiner Lehrzeit ging Frank Friedrich Engelhardt für 18 Monate zur Nationalen Volksarmee (NVA) nach Weißenfels. Zurückgekehrt in seinen Betrieb, erwartete den Leipziger eine schwere Arbeit in der Montage (Getriebe, Hydraulik). Im Abendstudium qualifizierte sich Frank Friedrich Engelhardt zum Industrie-Meister, sein Betrieb hatte ihn delegiert, denn er sollte zum Bereichsmeister aufsteigen. In dieser Zeit (1972) heiratete er seine Ingrid, geb. Birkhof, sie haben 3 Kinder (Lydia, Louis und Lars) und 4 Enkel. Beide erlebten im Kreis der Familie und Freunden die Rubinhochzeit (40 Ehejahre). 10 Wochen danach starb seine Frau Ingrid überraschend. 1978 kam Auf Empfehlung das Angebot vom Rat des Kreises Grimma, Bürgermeister zu werden, erst in Leisenau, dann in Großbothen. Diese Herausforderung reizte ihn. Er musste kündigen, weil ihn sein Betrieb nicht gehen lassen wollte, setzte sich erneut abends auf die Schulbank und studierte Staatswissenschaften. Noch vor der Wende stieg Frank Friedrich Engelhardt aus der hauptamtlichen Kommunalpolitik aus, den ehrenamtlichen Aufgaben in der Gemeinde wollte er sich nicht entziehen. Er war weiter Gemeinderat, Vorsitzender des Heimatvereins Großbothen e.V. und Ortschaftsrat. Im Oktober 1987 fand er eine neue Herausforderung als Technischer Direktor im Volkseigenen Betrieb (VEB) Lederhandschuhe Grimma. Eine weitere Herausforderung folgte nach der Wende mit der Selbstständigkeit. Durch Kontakte zu einem Westdeutschen wurde Frank Friedrich Engelhardt Unternehmer. Er gründete einen Großhandel für technischen Arbeitsschutz. Seine Tochter bildete er zur Großhandelskauffrau aus. Heute führt sie den Betrieb weiter. Der Rentner ist stolz auf alles Geschaffene. Mit seiner Lebenspartnerin Martina Werner, lebt er seit 2014 zusammen. Beide wollen noch oft mit dem Wohnmobil verreisen.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz