MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Günter Enders

Beim Klang der Beatles kommt die Jugend zurück

Günter Enders

Weber, Kraftfahrer, Musiklehrer
Otto-Riedel-Straße 3
08606 Oelsnitz
Fon: 037421 / 72468

Musik ist eine wundervolle Zutat seines Lebens, welche es ihm erst so richtig schmackhaft machte und macht. Schon als Kind erhielt er vom Oelsnitzer Kantor Klavierunterricht. Heute spielt er jedes Instrument, das über Tasten verfügt und egal, ob Orgel, Akkordeon oder Keyboard, Günter Enders beherrscht einfach alles. Geboren am 14.05.1938 in Oelsnitz, wuchs er als Sohn einer Hausfrau und eines Schneidermeisters auf. Nach achtjähriger Schulzeit, begann er eine Lehre zum Maschinenschlosser, beendete selbige nicht und absolvierte in neuer Ausrichtung am Halbmondwerk seine Lehre zum Teppichweber. Im Betrieb blieb er nur kurze Zeit, ging von 1959/61 zur Armee und nutzte die Möglichkeit, den LKW-Führerschein zu erhalten. Günter Enders begann beim Güterkraftverkehr, fuhr einen Traktor mit zwei Hängern und empfand die Tätigkeit als etwas zu trivial. Er wechselte auf den LKW und fuhr bei der Freien Deutschen Jugend einen F9. Diese Station dauerte allerdings nur 1 ½ Monate. Man drängte ihn, Genosse zu werden, wogegen er sich vehement wehrte. 1964 begann er als Weber in der Baumwollfabrik. Als 1969 am Halbmondwerk die Spinnerei eingerichtet wurde, begab er sich für zwei Jahre als Montagehelfer dorthin und blieb als Wollverarbeiter im Werk. Mitte der 70er Jahre wechselte Günter Enders als Kunststoffpresser zum VEB Plaste Oelsnitz, an welchem Arbeit im Drei-Schicht-System besseren Verdienst bescherte. Immerhin mussten Frau und fünf Kinder versorgt sein. 1980 wurde er bei Textima, seinem ersten Ausbildungsbetrieb, Lagerleiter. Als der Betrieb zu den bankrotten Unternehmen zu zählen war, geriet Günter Enders in die Arbeitslosigkeit. Glücklicherweise hielt dieser Zustand nur kurze Zeit an. Die Musik nahm plötzlich professionellen Charakter an. Er begann als Musiklehrer an der Musikschule Adorf, was wieder einmal beweist, dass nichts im Leben umsonst ist. 1999 wurde er Rentner und musiziert natürlich noch immer. Früher trat er mit seinem Partner als „Duo Tandem“ auf, hatte später die eigene Band und gilt mit seinem Akkordeon heute als große Bereicherung der Blaskapelle. Leider ließen sich er und Ehefrau Erika 1988 scheiden, doch seine fünf Kinder Petra, Birgit, Kerstin sowie die Zwillingsbrüder Lutz und Jens sowie drei Enkel und ein Urenkelkind sind aus dem Alltag nicht wegzudenken. Gern würde er 30 Jahre jünger und etwas gesünder sein, doch lauscht er mal wieder den Klängen der Beatles, fühlt er sich jung und gesund.
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