MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Karl-Heinz Endler

„Gemeinsame Bezugspunkte sind allgegenwärtig.“ (Michael Marie Jung)

Karl-Heinz Endler

Oberlehrer
Str. der Bauarbeiter 1
06792 Sandersdorf
Fon: 03493 / 514855

Sie haben fast ihr ganzes Leben zusammen verbracht, 2013 die Goldene Hochzeit gefeiert und im gleichen Jahr den jeweils 70. Geburtstag von Sigrun und Karl-Heinz. In der Schule begann die Liebe in der 10. Klasse. In die Schule führte sie auch ihre berufliche Entwicklung. Beide absolvierten eine Lehrerausbildung an den Instituten für Lehrerbildung in Magdeburg und Weißenfels, mussten zu Beginn ihr Abitur innerhalb eines halben Jahres nachholen. An der Comenius-Schule in Burg lehrte der einstige Schüler Karl-Heinz Endler im Anschluss nun selbst, bevor die Armee zum Grundwehrdienst rief. Zurückgekehrt erneut kurzzeitig als Lehrer tätig, wurde er im Anschluss Leiter des Pionierhauses (1968–1973). Während dieser Zeit absolvierte er die Bezirksparteischule, kam mit dieser Qualifikation im Anschluss in der SED-Kreisleitung Burg als Verantwortlicher für den Bereich Volksbildung zum Einsatz. Ein weiterführendes 5-jähriges Fernstudium an der Partei-Hochschule schloss er als Diplom-Gesellschaftswissenschaftler ab. Anschließend erfolgte seine Versetzung in die Bezirksleitung des SED in Magdeburg mit der Aufgabenstellung als Kreisbeauftragter zur Anleitung der 1. Kreissekretäre und Betriebe – 1985. Die Folgejahre verbrachte er als 2. Sekretär in Tangerhütte und Zerbst, erlebte hier die Wende. Seine guten Beziehungen zur Volksbildung und seine fachlichen Voraussetzungen ermöglichten ihm einen Neuanfang als Lehrer und Erzieher in einer Behindertenschule, doch erhielt er unmittelbar mit der Wiedervereinigung die Kündigung und erlebte eine längere Phase der Arbeitslosigkeit, kurzzeitig unterbrochen von einem Versuch der Selbstständigkeit. In der Verkehrswacht und einer Einrichtung für außerschulische Arbeit fand er erst vorübergehende, dann feste Anstellung bis zu seinem 60. Geburtstag und den Eintritt in die Rente. Der gab ihm die Möglichkeit, sich um die pflegebedürftige Mutter zu kümmern, die er im zuvor erworbenen, Grundsanierung bedürftigem, um- und ausgebauten Haus aufnahm. 1000 Quadratmeter dazugehöriges Grundstück forderten zudem Zeit und darüber hinaus war Enkelbetreuung und Unterstützung des Sohnes im Haushalt angesagt. Seit sechs Jahren wohnen sie in der Nähe der Söhne Thomas (geb. 1966) und Stephan (geb. 1973). Der mit der Verdienstmedaille der DDR ausgezeichnete Mann ist gesellschaftlich aktiv geblieben. Mit seiner Frau zusammen im Chor Mitglied, steht er ihrer Vorstandtätigkeit in diesem Gremium um nichts nach. Er engagiert sich selbst in den Vorständen des Gartenvereins, dem beide angehören und in dem des Fördervereins „RotFuchs“ e. V. als politischem Bildungsverein. Er muss immer eine Aufgabe haben, sagt Karl-Heinz Endler, sonst fehle ihm etwas und seine Frau ergänzt: „Wir sind schon ein wenig verrückt...“ und erzählt, dass der inzwischen realisierte Traum von einer Kuba-Reise mit drei selbst auferlegten Vorbereitungen begann: Spanisch an der Volkshochschule, Salsa-Tanz bei der Tanzschule Seifert und einem Tauchkurs im „Woliday“ Wolfen. Bei so viel Gemeinsamkeit und Zielstrebigkeit ist der größte Wunsch der Eheleute verständlich: In noch vielen, gemeinsamen und gesunden Jahren ruhig alt zu werden.
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