MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gudrun Engler

„Öffnet man die Augen, so wird jeder Tag zum Erlebnis.“ Oskar Kokoschka

Gudrun Engler
Lehrerin

Am Klößchen 11
06774 Rösa
Fon: 034208 / 70920

Im Jahr 2015 sind es 40 Jahre her, dass die 1956 geborene Gudrun Engler ihr Abitur ablegte und ihrem Ziel – Lehrerin zu werden – damit ein kleines Stück näher gerückt war. An der Pädagogischen Hochschule Köthen studierte sie im Anschluss vier Jahre und die Studienlenkung sah vor: „Du kommst aus der Chemie, du gehst in die Chemie“, womit der künftige Einsatzort Bitterfeld Festlegung fand. Böse war Gudrun Engler nicht darüber, denn sie war zu der Zeit bereits mit Uwe Engler verheiratet, Tochter Annett (Verwaltungsfachangestellte) war 1978 geboren worden und so konnte die vorübergehende Trennung von der Familie vermieden werden. An der Komarow-Schule Wolfen Süd lehrte sie Mathematik und Chemie, wechselte nach der Geburt des Sohnes Tobias (1983, gelernter Möbeltischler in der Meisterausbildung) an die Robert-Siewert-Schule Wolfen. Hier erlebte sie die Wende und die dramatischen Folgen für ihre Schüler. Gute Noten, doch plötzlich keine Lehrstelle, oft orientierungs- und auch zukunftslos standen viele von ihnen plötzlich vor Problemen, die Kinder und Jugendliche so nicht erleben sollten. 15 Jahre später traf sie diese ehemaligen Schüler bei einem Klassentreffen und freute sich über die Berichte, dass alle ihren Weg doch noch gefunden haben. Gudrun Engler selbst bewarb sich am Bitterfelder Gymnasium (heute Europagymnasium „W. Rathenau“), konnte ihre Lehrtätigkeit dort aufnehmen und ist heute noch Lehrkraft an dieser Schule. Der Europagedanke wird an dieser Einrichtung gelebt, erzählt Gudrun Engler, und dass sie eine der ersten Schulpatenschaften mit ins Leben gerufen hat zu einem Gymnasium in Bozen. „Wie so oft, lebt eine Partnerschaft auch durch die Kollegen, welche sie pflegen...“ beschreibt sie dienstliches und privates Engagement. 10 Jahre fühlte sie sich mit Leib und Seele für eine Partnerschaft in Finnland (Imatra) verantwortlich, erlebte wie schulische Aktivitäten ganz selbstverständlich zu persönlichen Wünschen werden – eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der Projekte, die dem Ruf der Schule als Europagymnasium sehr zuträglich waren. Es ist ein ganz tolles Arbeiten mit den Kolleginnen und Kollegen im mathematisch-naturwissenschaftlchem Bereich. Kameradschaftlich, hilfsbereit und selbstlos in jeder Lebenslage (Hausbau, Vertretung, Hochwasserhilfe, Todesfall...) stellt es sich dar, was auch alle Herausforderungen in der täglichen Arbeit bewältigen hilft. Gudrun Engler fühlt sich wohl im Beruf und wohl im Heimatort Rösa, wo sie seit 1994 wohnt. Als „Zugezogene“ haben sie und ihr Mann Uwe tatkräftig zur Belebung des gesellschaftlichen Lebens in Rösa beigetragen. Seit 2005 arbeitet sie als Vorsitzende der Ortsgruppe Rösa des Vereins Dübener Heide (Gründungsmitglied / 1996) und versucht möglichst viele Veranstaltungen für die Öffentlichkeit zu organisieren. Als stellvertretende Vorsitzende des Vereins gehört es zudem zu ihren Aufgaben, den Kontakt der Ortsgruppen untereinander zu aktivieren. Sie erstellt den Veranstaltungskalender, Wanderstatistiken, Wanderpässe.... und hält den Kontakt zum Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine. Winterwanderungen rund um Rösa, mit der Feuerwehr organisierte Osterfeuer mit Grillwürstchen und Glühwein, Nistkastenbau mit Kindergartenkindern, Parkfest mit Lampionumzug, Sommersonnenwendefest, Martinstag mit Martinsspiel – alles Veranstaltungen, die Gudrun Engler mit initiiert – getreu ihrem Lebensmotto: „Für andere da sein, anderen Freude machen“. Für sie selbst bleibt wenig Zeit bei so viel Engagement. Diese verbringt sie mit Gartenarbeit, lesen und vor allem wandern und reisen.
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