MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Karl Elbel
Die Arbeit hat er immer als sein Hobby gesehen
Falkensteiner Str. 19
08529 Plauen
Er ist eine echte Frohnatur, der Vogtländer Karl Elbel aus Plauen. Seine Arbeit als Müller hat der Vater von zwei Töchtern und Großvater von vier Enkelkindern (ein Urenkel ist unterwegs) immer als sein Hobby gesehen. Karl Elbel ist seit 1970 verheiratet mit seiner Frau Bärbel (gelernte Verkäuferin, mithelfende Ehefrau in der Mühle). Tochter Jana wurde 1970 geboren und ist Verkäuferin – wie ihre Mutter Bärbel. Die jüngere Tochter Katja kam 1972 zur Welt und führt heute als Pächterin die Mühle des Vaters. Karl Elbel erblickte als ältester Sohn (hat noch einen jüngeren Bruder Gerhard) eines Fleischermeisters und dessen mithelfender Ehefrau im Jahr 1946 das Licht der Welt in Plauen im Vogtland. Karl besuchte von 1953-1961 die Schule und begann nach dem Abschluss der 8. Klasse eine Müllerslehre im Betrieb seines Großvaters, der Rangmühle in Plauen. Die Zeit der Ausbildung dauerte von 1961-1964, bevor Karl Elbel seine Gesellenzeit antrat. Im Mai 1967 ging er zur Nationalen Volksarmee (NVA) und blieb 18 Monate lang (bis Oktober 1968). Inzwischen hatte Karl Elbel auch die 10. Klasse nachgeholt, denn er wollte die Meisterschule absolvieren. 1974 machte er seinen Meisterbrief. Am 1. April 1979 übernahm Karl von seinen Großeltern Karl und Elsa die Rangmühle Plauen. Bis heute ist er der Eigentümer des traditionsreichen Familienunternehmens und arbeitet noch immer mit in der Mühle, die erstmals 1438/39 im Amt Plauen urkundlich erwähnt wurde. Seit 2008 ist Tochter Katja Schönfuß Pächterin und Geschäftsführerin der Mühle, die sich immer, über die Jahrhunderte hinweg, in Privatbesitz befunden hat. In der Mühle werden Futtermittel für Tiere und Produkte aus der Landwirtschaft hergestellt. Und es gibt einen Verkaufsladen auf dem Hof. Obwohl Karl Elbel als Mühlen-Besitzer im Jahr 2011 mit 65 Jahren in Rente gegangen ist, arbeitet er noch gerne mit. Er liebt dieses Treiben und vor allem liebt er die Tiere. Der Plauener nennt noch drei Rinder, vier Schweine und 80 Hühner sein eigen, die alle zur großen Familie gehören. Dass er in der Regel jeden Freitag zum Skatspielen verabredet ist und gerne zu Handball-Spielen geht (HC-Einheit-Fördervereinsmitglied) – als Ausgleich zum Müllersberuf – ist für einen wie Karl Elbel Tradition. Bei seinem Vater Gerhard und Großvater Karl hat er eine Menge gelernt, dafür ist der Vogtländer und evangelische Christ sehr dankbar. Beide sind sie seine Vorbilder, hebt Karl Elbel rückblickend hervor. Er ist mit seiner Frau bisher auch viel gereist. Zu DDR-Zeiten ging es in Familie nach Ungarn, in die CSSR und in die Sowjetunion. Nach der Wende zählten Israel und Dubai ebenso wie Griechenland und Italien zu den Reisezielen.