MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Margit und Gerhard Eiselt

Ein gutes Team schon ein halbes Jahrhundert lang

Margit und Gerhard Eiselt

Verkäuferin, Textilfacharbeiterin
Industrieschmied, Kranmonteur
Bruchheimer Str. 19 e
04643 Geithain
Fon: 034341 / 45328

Sie sind immer sehr fleißig in ihrem Berufsleben gewesen und durch dick und dünn miteinander gegangen. Gerhard und Margit Eiselt aus Geithain in Sachsen sind seit 1968 verheiratet. Sie haben zwei Söhne und zwei Enkel. Sohn Dirk, geboren 1968, hat Elektromonteur gelernt und Mirko, Jahrgang 1971, ist ausgebildeter Klempner und Installateur. Margit Eiselt erblickte 1947 in Geithain als Tochter eines Technologen und einer Verkäuferin das Licht der Welt. Sie und ihr Bruder hatten eine behütete Kindheit. Nach dem Abschluss der 8. Klasse ließ sich Margit drei Jahre bei der Handelsorganisation (HO) in Borna zur Fachverkäuferin für Lebensmittel ausbilden. Sie blieb bis 1968 im Handel, betreute danach ihren ältesten Sohn nach dessen Geburt zu Hause und stieg Anfang der 70er Jahre, nach der Geburt des zweiten Kindes, in der Großwäscherei Geithain ein. Dort arbeitete Margit Eiselt, die noch einen zweiten Beruf (Textilfacharbeiterin) erlernte, von 1974 bis nach der Wende in drei Schichten. Danach war sie noch ein Jahr in einer Elektrofirma beschäftigt und pflegte später ihre Mutter aufopferungsvoll (bis 2002). Ihrem Mann hielt sie parallel stets den Rücken frei. Das war auch beim Hausbau (1987-1989) nicht anders. Gerhard Eiselt, geboren 1949 in Rüben (Ort gibt es nicht mehr), wuchs in der Landwirtschaft in Hain (inzwischen weggebaggert – Hainer See entstand) auf. Der gelernte Industrieschmied (Lehre in Großzössen) hat noch drei Geschwister. Nach seiner Schul- und Lehrzeit, die er viel mit dem Fahrrad absolvierte, weil ganze Ortschaften weggebaggert worden waren, folgten 18 Monate Nationale Volksarmee (NVA, 1968-1969). Danach arbeitete Gerhard Eiselt in einem Kohlekraftwerk als Schlosser in Schichten, später als Brigadier bis zur Wende. Nach mehr als 20 Arbeitsjahren folgte der rasante Personalabbau. Gerhard Eiselt konnte nach dieser Zeit bei einer Westfirma neu starten. Er fuhr Bagger, Lkw und einen großen Gabelstapler im Unternehmen für Schrottverwertung. Als Vorarbeiter bekam er erneut Verantwortung übertragen. Gerhard Eiselt war stets flexibel, scheute sich nicht vor einem langen und schmutzigen Arbeitstag. Als es, wieder durch Schließung einer Niederlassung, hieß, auf Montage gen Westen nach Eschweiler zu wechseln, zögerte Gerhard Eiselt nicht. Er fuhr jede Woche 1 200 Kilometer Autobahn, pendelte zwischen Geithain und seinem Arbeitsort, um das Geld zu verdienen. Bis zur Rente (2013) war der Kranmonteur 22 Jahre auf Achse. Sonntagnachmittag gegen 16 Uhr fuhr er zur Arbeit, freitags kam er spät in der Nacht nach Hause. Indes kümmerte sich seine Frau daheim um alles. Für Hobbys blieb keine Zeit. Bis heute sind Margit und Gerhard Eiselt ein gutes Team. Und das soll so bleiben.
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