MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Renate Eichhorn

Der Natur verbunden

Renate Eichhorn

geb. Seidel
Erich-Knauf-Str.16
08525 Plauen

Fon: 03741 / 526240

Renate Eichhorn, geb. Seidel, kam am 28.04.1937 im thüringischen Greiz zur Welt und hatte eine 15 Jahre ältere Schwester. Ihr Vater arbeitete als Angestellter beim Finanzamt, die Mutter war Näherin. Von 1943–1951 besuchte Renate die Schule in ihrer Heimatstadt und absolvierte anschließend eine zweijährige Lehre im Chemiewerk Greiz-Döhlau als Chemiefacharbeiterin. Eine einjährige Zusatzausbildung qualifizierte sie weiter zur Chemielaborantin. Bis 1960 arbeitete sie in ihrem Lehrbetrieb. 1958 heiratete Renate ihren Mann Klaus Eichhorn, einen Elektromeister und Auslandsmonteur beim VEB Elgawa, und zog zu ihm nach Plauen. „Meine Schwiegereltern Hedwig und Fritz Eichhorn haben mich in dieser Zeit immer sehr unterstützt“, erinnert sie sich an diesen Lebensabschnitt. Mit Bärbel (*1960, Hörgeräteakustikerin in der Schweiz) und Uta (*1966, Angestellte im Arbeitsamt in Brücken an der holländischen Grenze) hat das Paar zwei Töchter und mittlerweile drei Enkel und fünf Urenkel. Nach der Erziehungszeit war Renate Eichhorn bis 1991 als Handnäherin und im Zuschnitt für die Firma Wieser und den späteren VEB Damenkonfektion Plauen tätig. „Mit der Wende wurden wir alle entlassen. Ich habe mir dann in einem privaten Nähereibetrieb noch einmal eine neue Anstellung gesucht und als Zuschneiderin gearbeitet“, erzählt sie. 1997 wurde Renate Eichhorn pensioniert, blieb aber weiterhin als Aushilfskraft für ihren Betrieb verfügbar. 2001 verstarb Klaus Eichhorn im Alter von 60 Jahren. Seitdem lebt Renate allein. Für die vielseitig interessierte und rüstige Rentnerin ist vor allem sportliche Betätigung noch immer ein wichtiges Thema. „Früher war ich Bodenturnerin, heute gehe ich sehr gern schwimmen und hinaus in die Natur. Lange Spaziergänge und mein seit über 50 Jahren bestehendes Stabilzelt auf dem Campingplatz der Talsperre Pirk machen mir noch immer Freude“, berichtet Renate Eichhorn. Auch Handarbeiten, wie Stricken und Sticken, das Lesen von Kriminalromanen und regelmäßige Familientreffen zählen zu den festen Bestandteilen ihres heutigen Lebens. Während sie früher mit ihrem Mann und Freunden auch viele Reisen ins europäische Ausland, wie Ungarn, Kroatien und Österreich, unternommen hat, schätzt sie mittlerweile die nähere Umgebung. „Das Fernweh ist nicht mehr so groß“, schmunzelt sie. Besonders stolz ist Renate Eichhorn auf ihre Kinder: „Da mein Mann beruflich oft lange und viel unterwegs war, habe ich meine beiden Mädchen fast allein groß gezogen. Es ist nun schön zu sehen, was aus ihnen geworden ist.“ Dass es ihrer Familie vor allem gesundheitlich gut geht, zählt zu den größten Zukunftswünschen von Renate Eichhorn, die dem Alter weiterhin aktiv, mit vielen positiven Gedanken und vor allem selbstbestimmt entgegentreten möchte.
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