MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Karin Elberskirch
Enthusiasmus für alle Aufgaben im Leben
Rentnerin
Scheibenbergstr. 35
12685 Berlin
Passivität war nie die Sache von Karin Elberskirch. Engagiert und mit Sinn für Genauigkeit ging sie alles an, das ihr Leben zwischen Jugend und Sport, Schule und Studium, Redaktionstätigkeit und ehrenamtlicher Arbeit prägte. Die Berlinerin vom Jahrgang 1950 besuchte die Schule von 1957 bis 1969, die Abiturstufe war gekoppelt mit einem Berufsabschluss als Fremdsprachenkorrespondentin, die praktische Ausbildung erfolgte durch den Trägerbetrieb DEMUSA (Deutsche Musikinstrumenten- und Spielwaren- Außenhandelsgesellschaft). Sie wurde an ihrer Schule Sekretär des sozialistischen Jugendverbandes „Freie Deutsche Jugend“ (FDJ) und verfolgte mit dem Rennrodeln bis zum Studienbeginn auch leistungssportliche Ziele, wurde Berliner Schülermeisterin. Ihr Pädagogikstudium absolvierte sie in Leipzig und Halle/ Saale und verließ die Universität als Diplom-Fachlehrerin für Staatsbürgerkunde und Geschichte. Ihre Praxis begann an einer Berliner Schule, die sie jedoch nach einem Jahr verlassen musste, da ihre Stimme den Anforderungen des Lehrerberufs auf Dauer nicht gewachsen gewesen wäre. Nach erster Babyzeit wechselte sie für vier Jahre in die Bezirksleitung der FDJ-Jugendorganisation, danach für lange Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin an das Zentralinstitut für Berufsbildung. Hier wirkte sie als Redaktionsmitarbeiterin an der Herausgabe der Fachzeitschrift „Forschung der sozialistischen Berufsbildung“. Daneben wurde sie als Sekretärin der Kommission für berufspädagogische Leistungen beim Staatssekretariat für Berufsbildung eingesetzt. Noch in den Jahren am Institut begann mit dem Einsatz der ersten Personalcomputer (PC) die technische Zukunftsstufe, die die Redaktionsarbeit wesentlich erleichterte und in der Karin Elberskirch sich als eine der ersten einarbeiten ließ. 1990 wurde das Institut abgewickelt, beim Bundesinstitut für Berufsbildung fand sie als Redaktionsassistentin der Zeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis“ neue Aufgaben. Als das Institut nach Bonn verlagert wurde, blieb Karin Elberskirch in der Hauptstadt und wertete bis zum Vorruhestand beim Bundes-Presseamt Rundfunk- und Fernsehsendungen aus.
Die seit 1971 verheiratete Mutter (inzwischen auch zweifache Großmutter) engagierte sich zudem im Elternaktiv von Kindergarten und Schule ihrer beiden Kinder und war ehrenamtlich Vorsitzende der Hausgemeinschaft im Neubaugebiet Berlin-Marzahn.