MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Steffen Eckstein

…wenn Fleiß und Heavy Metal sich treffen

Steffen Eckstein

Dipl.-Ing. für Maschinenbau
06766 Wolfen
 

Steffen Eckstein ist seiner Mutter Renate sehr dankbar für alles, was sie zeitlebens für ihn getan hat. Sein Vater starb drei Monate vor seiner Geburt am 01.05.1965, die Mutter zog ihn mit Unterstützung der Oma alleine auf. Er ging in Meuselwitz zur Schule, absolvierte nach der 10. Klasse von 1981-84 eine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenmonteur mit Abitur. Seinen NVA-Dienst leistete er in Aue ab, danach ging er zurück in die Maschinenfabrik Meuselwitz. Sein Job in der Instandhaltung machte ihm sehr viel Spaß und so schlug er das Angebot der Kaderabteilung, ein Studium zu absolvieren, aus. Stattdessen beschäftigte er sich weiter mit der Reparatur und Wartung der unterschiedlichsten Werkzeugmaschinen, hatte als Schichtschlosser ein gutes Auskommen. 1988 kam seine Tochter Tina zur Welt, die Beziehung zu ihrer Mutter war jedoch nicht von Dauer. Die Wende kam für ihn nicht wirklich überraschend, obgleich er sich wohl gefühlt hat im „Verein DDR“. Bis 1991 konnte die Maschinenfabrik sich halten, dann wurde sie nach und nach in Einzelunternehmen aufgeteilt – „outgesourct“. Als Steffen erfuhr, dass die Instandhaltung Ende des Jahres schließen sollte, besann er sich auf die Möglichkeit eines Studiums zurück. Im Oktober 1991 begann er sein Maschinenbaustudium an der TU Chemnitz. Er zog ins Wohnheim, war als Heavy Metal Anhänger in der Clubszene sehr aktiv. Ende 1997 hatte er sein Diplom in der Tasche und konnte direkt im Anschluss für knapp drei Jahre am Lehrstuhl arbeiten. Im September 2000 wechselte er wieder in die Industrie, fing bei Lagertechnik Chemnitz an. Der Betrieb ging 2004 insolvent und Steffen wurde arbeitslos. Er stand jedoch immer im Kontakt mit einem ehemaligen Kollegen, mit dem er schließlich gemeinsam ab Januar 2006 bei einer Firma für Baumaschinenanlagen und Fahrzeugservice in Leubsdorf im Erzgebirge anfangen konnte. Dort arbeitet er noch immer, wieder im Bereich Lagertechnik. Steffen Eckstein wohnt heute in Wolfen, im Haus seiner Oma väterlicherseits. Er ist zufrieden mit seinem Leben, ist immer mit dem ausgekommen, was er hatte. Getue und Hinterhältigkeit sind ihm zuwider. Besonders stolz ist er auf seine Tochter, zu der er guten Kontakt hat. Sie wohnt in Leipzig und studiert an der TU Chemnitz Psychologie. Nach wie vor schlägt sein Herz für Heavy Metal. Er trägt die Haare lang und ist leidenschaftlicher Motorradfahrer. Vor einiger Zeit hat er sich einen lang gehegten Traum erfüllt: eine Indian Chief Classic, mit der er gerne viel unterwegs ist, ob alleine oder mit den Kumpels.
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