MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Barbara und Günter Ehni

„Schon morgen kommt ein Sonnentag!“

Barbara und Günter Ehni

Dipl.-Mathematikerin i. R.
Dipl.-Ing. für Maschinenbau i. R.
Peniger Str. 21
09217 Burgstädt

Die letzte Zeile einer von Barbara Ehnis Lebenshilfen endet mit der Zeile: „Schon morgen kommt ein Sonnentag!“ Prüfungen und, Krisen lassen so manchen Menschen an ihrem Alltag zerbrechen. Barbara Ehni, eine Frau mit Organisationstalent, passierte dies nicht. Gekonnt umschiffte sie Klippen und glaubte daran, dass der nächste Tag den Sonnenschein bringt. 1949 in Burgstädt geboren, war schon in jungen Jahren klar, dass der künftige Beruf der elektronischen Datenverarbeitung gelten sollte. Sie legte das Abitur ab, ließ sich parallel dazu zur Maschinenbauzeichnerin ausbilden und hatte das enorme Glück, als Mädchen den einzigen Ausbildungsplatz dieser Art erhalten zu haben. Um Zukunftswege zu ebnen, studierte sie an der Technischen Universität Dresden Mathematik. An die Rechner durften Studenten allerdings nur nachts, wenn sie nicht benötigt wurden. Von 1971/88 arbeitete sie bei Robotron in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) – einem Vorzeigebetrieb der DDR. Sie wechselte zu einem Textilbetrieb in Burgstädt, an welchem sie eine Strecke für EDV-gesteuerte Produktion aufbauen sollte. Die Anfangsphase verlief prächtig, doch schnell kam die Wende und der Betrieb wurde aufgelöst. Barbara Ehni begann bei einer Auffanggesellschaft und wurde von einem Schicksalsschlag hart getroffen. Nach langer Krankheit wurde sie als schwerbeschädigt eingestuft und erhielt Erwerbsunfähigkeitsrente. Günter Ehni kam 1948 in Hartmannsdorf auf die Welt. Er besuchte die Erweiterte Oberschule in Burgstädt und studierte an der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) Maschinenbau mit Spezialisierungsrichtung EDV. Auch er begann 1971 als Entwicklungsorganisator bei Robotron in Karl-Marx-Stadt, nahm 1987 einen Wechsel nach Burgstädt zum VEB Schär- und Spulmaschinenbau, einem Betrieb des Kombinates Textima vor und arbeitete bis 1994 als Programmierer. Anschließend nutzte er Lehrgänge, erhielt eine 1999 neue Stelle beim Abwasserzweckverband Burgstädt und erstellte bis 2013 das Kanalkataster per EDV. Gleichen Jahres ging er in Rente. Übrigens kannten sich Barbara und Günter Ehni schon seit dem Besuch der Erweiterten Oberschule. Lieben lernten sie sich erst später bei einem Jahrgangstreffen in der Gaststätte „Melodie“, wo es ordentlich funkte. Geheiratet wurde 1971 und zwei Kinder wurden geboren. Tochter Andrea folgte als Programmiererin den Spuren der Eltern. Jörg ist Versicherungskaufmann und Tochter und Sohn haben jeweils zwei Kinder. Barbara Ehni klöppelt gern und singt im Taurasteinchor Burgstädt e. V., dessen Vorsitz sie auch übernahm. Früher widmete sich ihr Mann Laubsägearbeiten und malte viel. Heute fährt er mit Vorliebe mit Schmalspurbahnen durch die Lande. Das Wichtigste für Ehnis ist jedoch die Familie, für welche jeder Tag ein Sonnentag werden soll.
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