MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Elisabeth Eder

Als Bielefelderin in Leipzig zu Hause

Elisabeth Eder

Geibelstr. 11
04129 Leipzig

Näherin, wie die Mutter wollte sie keinesfalls werden, doch genau das wurde sie dann schließlich doch. 1940 geboren und 1955 mit der schulischen Ausbildung fertig, fiel die berufliche Orientierung und Arbeitssuche in eine Zeit, als die Möglichkeiten stark eingeschränkt waren. „Hauptsache Arbeit“, begründet sie heute die Entscheidung den nicht gewünschten Beruf ergriffen zu haben, statt Krankenschwester oder Friseurin zu werden. Und wie das Leben so spielt: Es war das Beste, was sie machen konnte, weil spätere gesundheitliche Probleme die anderen Berufe nicht ausführbar gemacht hätten. Eineinhalb Jahre lernte sie, blieb im Ausbildungsbetrieb bis zur Geburt ihrer Tochter. 1961 hatte sie den Seemann Siegfried geheiratet († 2006) und 1963 freuten sich beide über die Ankunft von Sabine (ausgebildete Rechtsanwalts- und Notargehilfin, heute im Restaurant ihres Mannes kaufmännisch tätig). Der Ehemann auf Fischfang, die Mutter erkrankt, war es zur Betreuung des kleinen Mädchens für Elisabeth Eder nötig, die eigene Arbeitszeit erst zu verkürzen und schließlich nach eigener schwerer Nieren-Erkrankung ganz zu Hause zu bleiben. Positiv bei all der Tragik war, dass sie sich vollkommen der Tochter widmen konnte, die mit chronischem Bronchialasthma besonderer Aufmerksamkeit und Pflege bedurfte. Die enge Verbindung zu ihrem Kind hat sich bis heute fortgesetzt. Als Sabine 1997 einen Meisterkoch heiratete und sie ihr Weg von Bielefeld nach Leipzig führte, lebte Elisabeth Eder weiter in ihrer Bielefelder Wohnung. Doch nach dem Tod ihres Mannes zog sie im Jahr 2007 zur Familie ihrer Tochter und hat die Stadt Leipzig schnell in ihr Herz geschlossen. Ganz besonders, weil sie hier ihren beiden Enkeln sehr nahe sein kann, mit denen sie eine innige Liebe verbindet. Zudem ist es für sie eine Erleichterung in der Nähe der Familie zu sein, hat sich gerade bei notwendigen Krankenhausaufenthalten herausgestellt. Ihre handwerklichen und kreativen Fähigkeiten hat Elisabeth Eder nicht verloren. Elf Jahre hat sie im Chor „Die Leineweber“ gesungen, bastelt heute Puppen, Glückwunschkarten und fertigt selbst Hausschuhe. Sie empfindet Zufriedenheit mit der Familie und es als Glück, diesen Zusammenhalt erleben zu dürfen. Einmal im Jahr besucht sie ihre alte Heimatstadt Bielefeld, kehrt jedoch immer gerne nach Leipzig zurück, wo ihre Familie auf sie wartet und die Enkel Noah und Jonah sich freuen, wenn Oma ihre Nähkünste nutzt, um für sie ein tolles Kostüm für den nächsten Fasching zu fertigen.
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