MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dr. med. habil. Margot Eger

Eine Ärztin klassischen Stils mit enger Beziehung zu ihren Patienten

Margot Eger

Fachärztin für Radiologie
99438 Bad Berka

„Es war ein spannender Beruf“, sagt Margot Eger. Die 1946 in Schwallungen / Werra Geborene erfüllte sich nach dem Abitur ihren Berufwunsch und absolvierte an der Friedrich- Schiller- Universität (FSU) Jena ein Studium für Humanmedizin. Zuvor hatte sie dafür die Aufnahmeprüfung bravourös bestanden. Dem Staatsexamen und der Approbation folgte unmittelbar noch die Promotion A am Institut für Biochemie der FSU. Durch das Studium wurde ihr Interesse am Fachgebiet der Radiologie geweckt. Deshalb schloss sich nun eine fünfjährige Facharztausbildung an der Radiologischen Klinik und später am Institut für Röntgendiagnostik der Universität an. Anschließend arbeitete Margot Eger dort als Fachärztin, später als Abteilungsärztin. Dann zog sie 1983 zu ihrem Ehemann Prof. Dr. Heinz Eger nach Bad Berka, der Chefarzt an der Zentralklinik war. Bereits kurz nach dem Umzug habilitierte sie noch an der FSU Jena auf dem Gebiet der Osteologie. Sie setzte nun ihre berufliche Tätigkeit an der Zentralklinik fort, arbeitete dort als Abteilungsärztin, Oberärztin und zuletzt bis 1991 als Chefärztin. Dann folgte sie dem Ruf an das Kreiskrankenhaus Rudolstadt und wurde hier Ärztliche Direktorin und Chefärztin der Röntgenabteilung. Nach vierjähriger Tätigkeit wollte sich Margot Eger jedoch wieder intensiver der fachlichen Arbeit und der Betreuung von Patienten widmen. Daher entschloss sie sich, mit einer eigenen Radiologischen Praxis in Rudolstadt niederzulassen. Hier führte sie als erste Einrichtung in Thüringen RIS (Radiologieinformationssystem) und PACS (Bildarchivierungssystem) ein. 2009 verkaufte sie ihre Praxis an ein Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) der Thüringenkliniken Saalfeld und wechselte gleichzeitig dorthin als angestellte Ärztin. Neben ihrer fachlichen Arbeit als Fachärztin für Radiologie wurde ihr hier parallel auch die Leitung des MVZ übertragen. Drei Jahre später beendete Dr. Margot Eger ihre ärztliche Tätigkeit und ging in den Ruhestand. Ein wesentlicher Bestandteil ihres Berufslebens war auch die Lehrtätigkeit. So gab sie Vorlesungen an der FSU sowie der TH / TU Ilmenau, unterrichtete MTRA und Krankenpfleger an Medizinischen Fach- bzw. Fachhochschulen in Thüringen. Bereits 1983 absolvierte sie eine sonographische Ausbildung an der „Charité“ Berlin und führte anschließend die Weichteilsonographie an der Zentralklinik Bad Berka ein. Ein Jahr später begann sie mit jährlichen mehrmonatigen Lehrgängen für Ärztinnen und Ärzte in der Sonographie. Darüber hinaus baute sie 1990 ein Ultraschallkurssystem für diesen Personenkreis auf, das sie 20 Jahre durchführte und dabei ca. 6000 Teilnehmer schulte. Des Weiteren hatte sie 1988 eine Ultraschalltagung der DDR in Bad Berka und nach der Wende vier Ultraschallseminare für Thüringen in Rudolstadt organisiert und durchgeführt. In zahlreichen Publikationen hat sie ihr Fachwissen vermittelt und Promotionen betreut. Aber auch ehrenamtlich war Margot Eger sehr aktiv, so als Mitglied u. a. der Facharztprüfungskommission der DDR von 1984-1989, der Ärztlichen Stelle für Qualitätssicherung in der Röntgendiagnostik bei der Landesärztekammer Thüringen, in der Qualitätssicherung für Ultraschall bei der KV Thüringen und als Richterin beim Landessozialgericht Thüringen. Seit 1982 ist sie mit Prof. Dr. Heinz Eger verheiratet. Aus erster Ehe hat sie einen Sohn, der als internationaler Wirtschaftsanwalt tätig ist sowie eine Tochter, die als Schulleiterin arbeitet. Zur Familie gehören inzwischen auch sieben Enkel. „Gemeinsam mit den vier Kindern meines Mannes, die er mit in unsere Ehe brachte, sind wir eine große und glückliche Patchworkfamilie“, sagt sie.
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