MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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OMR Prof. Dr. med. habil. Heinz Eger

„Medizin bedeutet nicht nur Reparieren, sondern Heilen“

Heinz Eger

habil.Facharzt für Radiologie
99438 Bad Berka

lautet das Credo von Prof. Dr. Heinz Eger. Er wurde 1932 in Johanngeorgenstadt (Erzgebirge) geboren, besuchte das Gymnasium in Schwarzenberg und fand durch die Mutter eines Freundes, die Ärztin war, zur Medizin. Eigentlich wollte er Förster werden, war bereits mit 10 Jahren Jagdhelfer, aber nach dem Krieg lag die Forstwirtschaft am Boden. Deshalb folgte er der Empfehlung und absolvierte ein Medizinstudium in Berlin und Erfurt sowie nachfolgend die einjährige Pflichtassistentenzeit an der Medizinischen Akademie in den Fächern Innere Medizin Chirurgie und Radiologie. Nun wollte er nach Staatsexamen und Approbation ein Studium anschließen, um die Nutzung der Radiologie für die Medizin besser zu verstehen. Das war als Hochschulabsolvent jedoch nicht mehr möglich und deshalb wurde er am neu gegründeten Institut für Medizinische Elektronik und Radiologische Technik der TH Ilmenau als wissenschaftlicher Assistent eingestellt. Nach dreijähriger Tätigkeit entschied er sich jedoch endgültig für die Medizin und begann seine Facharztausbildung für Radiologie. Parallel dazu wirkte er ehrenamtlich als Leiter der Beratungsstelle für Geschwulstkrankheiten der Stadt Erfurt und half beim Aufbau der Palliativklinik unheilbarer Geschwulstkrankheiten. Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Facharzt für Röntgenologie und Strahlenheilkunde verblieb er bis 1974 an der Medizinischen Akademie Erfurt zunächst als Oberarzt und 1. Oberarzt in der Radiologischen Klinik, später als Stellvertreter des Klinikdirektors. In diese Zeit fielen auch seine Promotion, Habilitation und die Ernennung zum Hochschuldozenten für das Fach Radiologie an der Akademie sowie der TH Ilmenau. Letztere berief ihn zum Professor für Grenzgebiete der biomedizinischen Technik, damals die erste auf diesem Fachgebiet. Er wollte jedoch Arzt bleiben, schlug deshalb Lehrstuhlangebote aus und folgte dem Angebot von Prof. Hasche und Prof. Tegtmeier an die Zentralklinik nach Bad Berka. Hier wirkte Prof. Dr. Heinz Eger fast 20 Jahre als Chefarzt. Neben dem Ausbau der Röntgenabteilung einschließlich des angiographischen und Gefäßarbeitsplatzes befasste er sich mit dem Aufbau einer neuen Fachdisziplin der Interventionsradiologie. Darüber hinaus war er seit 1977 Vorsitzender der Zentralen Facharztprüfungskommission Radiologie der DDR. Für seine hervorragende fachliche Arbeit erhielt er viel Anerkennung, so u. a. mit der Ernennung zum Obermedizinalrat (OMR), dem Nationalpreis der DDR für Wissenschaft und Technik für die Entwicklung der Herzchirurgie sowie als Verdienter Arzt des Volkes. Mitte der neunziger Jahre reizte ihm nochmals eine neue Herausforderung und er wechselte an die Thüringenkliniken Saalfeld. Unter seiner Verantwortung wurden hier eine Radiologische Praxis sowie in einem Schwerpunktkrankenhaus Angiographie, Interventionsradiologie und Herzkatherismus eingeführt. Ende 2000 wollte er eigentlich in den Ruhestand gehen. Doch dann folgte er dem Ruf in seine ehemalige erzgebirgische Heimat und übernahm für zwei Jahre die Chefarztvertretung in der Röntgenabteilung im Klinikum Erlabrunn. Hier beendete Prof. Dr. Heinz Eger sein erfülltes Berufsleben. „Ich hatte immer Freude am Beruf und war offen für Neues“, sagt er. So verwundert es nicht, dass er auch danach bis 2010 immer noch regelmäßig für Urlaubsvertretung in Praxen und Krankenhäusern zur Verfügung stand. Als Fachmediziner hielt er unzählige Vorträge im In- und Ausland, publizierte in Fachzeitschriften und Fachbüchern und betreute Doktoranden und Habilitanden. Viele mehrmonatige Auslandsaufenthalte führten ihn an Universitäten verschiedener Länder. Prof. Heinz Eger ist seit 1982 mit Dr. med. habil. Margot Eger, einer Fachärztin für Radiologie, verheiratet. Aus erster Ehe hat er drei Söhne und eine Tochter, die ebenfalls alle Ärzte geworden sind. Vielleicht ist für die Zukunft unter seinen 15 Enkeln und drei Urenkeln weiterer Nachwuchs im medizinischen Bereich zu erwarten.
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