MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Bernd-Uwe Edler

„Du warst nicht ganz umsonst auf dieser Welt“

Bernd-Uwe Edler

Am Bahnhof 3
06905 Bad Schmiedeberg OT Pretzsch
Fon: 034926 / 57701

Der 1951 geborene Bernd-Uwe Edler nahm nach dem Abschluss der 10. Klasse eine Berufsausbildung mit Abitur zum Agrotechniker (1967–1970) auf und führte seine Ausbildung unmittelbar danach mit einem Studium (1971–1974) zum Ingenieur für Landtechnik weiter. Im Anschluss leistete er seinen Grundwehrdienst bei der Armee (1975–1976) und arbeitet danach bis 1977 im KfL (Kreisbetrieb für Landtechnik) als Ingenieur für Landtechnik. Schon immer gesellschaftlich aktiv (Vorsitzender der Pionierorganisation, der FDJ – Freie Deutsche Jugend und der GST – Gesellschaft für Sport und Technik), gründete er den ersten Jugendclub in Pretzsch, engagierte sich als parteiloser Kreistagsabgeordneter für die Kommunalpolitik. Am 01.01.1978 wurde er Bürgermeister von Priesitz, blieb es hauptamtlich bis 1994 und danach ehrenamtlich bis 2010. „Eine Lehre für Bürgermeister gab es nicht“, erzählt Bernd-Uwe Edler heute, und dass seine „Qualifizierung“ darin bestand, dem amtierenden Bürgermeister ein paar Monate über die Schulter schauen zu können. Noch jung an Jahren und über wenige Erfahrungen verfügend, erhielt er jedoch Unterstützung von 24 Abgeordneten und zwei Sekretärinnen. Heute freut er sich, rückblickend auf seine 32 Jahre Tätigkeit als Bürgermeister sagen zu können: „Du warst nicht umsonst auf dieser Welt“. Bürgernahes Arbeiten war sein Anliegen, Kommunale Selbstverwaltung sah er als Grundlage Projekte zu realisieren, die offiziell keine Unterstützung fanden. Oft bewegte er sich damit „auf Messers Schneide“, berichtet er und, dass letztendlich das Ergebnis immer wieder den Weg dahin rückwirkend legalisierte. Mut und Entschlusskraft waren dafür erforderlich, gute Beziehungen zu den Betrieben vor Ort sowieso. Über all das verfügte Bürgermeister Edler und vollbrachte damit manches unmöglich scheinende. So “koordinierte“ er zum Beispiel die Auftragssuche des Hoch- und Tiefbau Kemberg mit der Notwendigkeit des Straßenbaus in Sachau und stemmte damit ein 600.000 Mark-Projekt, das anderweitig nie realisiert worden wäre. Er ist Lokalpatriotist und handelte danach. Dafür erhielt er nicht nur die Achtung der Menschen, sondern nach der Wende mit 68 % Stimmen bei der Bürgermeisterwahl auch ihr Vertrauen. Er dankte es ihnen, indem er mit Leib und Seele für sie da war, was heute noch gerne jeder im Ort bestätigt. Im Oktober 2010 beendete ein Unfall und damit einhergehende gesundheitliche Beeinträchtigungen sein Amt. Mit der „Bürgermeisterrunde“ erhält er frühere Kontakt aufrecht, mit der Arbeit im Verein Dübener Heide e. V. bleibt er der Region aktiv verbunden und führt so die gesellschaftliche Arbeit weiter, der er sich immer verschrieben hat, wie: 1979–1989 als Vorsitzender des Anglervereins Pretzsch, 1990 als Gründungsmitglied und 10 Jahre Vorstandmitglied des Polizeischützenvereins Korgau-Pretzsch, seit 200 als „Jungimker“ (mit 50 Jahren!) im Imkerverein Pretzsch und seit 2013 als Gründungs- und Vorstandsmitglied des Kultur- und Heimatvereins „Christiane-Eberhardine“ e. V. In zweiter Ehe seit 1990 mit Frau Doris verheiratet, will er gesund so weiterleben wie bisher.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz