MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Else Ehrich

Zeitgeschichte von A bis Z

Else Ehrich

„Ehrich`s – Erlebnishöfe“
Hauptstr. 167

06556 Bretleben

Fon: 034673 / 91323

Internet: www.museum-pensionsgasthof.de

Else Ehrich hat eine Leidenschaft: Ihre Erlebnishöfe. Das ist ihre Berufung. Das ist ihr Lebenswerk. Und nichts wünscht sich die fleißige Frau mehr als einen würdigen Nachfolger für die zwei Hektar Land mit einem Park, fünf Höfen, sechs Hallen und zwei Häusern. Das Heimatmuseum „Ehrichs Erlebnishöfe“ in Bretleben ist seit Jahren ein Anziehungspunkt für Kenner und Interessierte: Etwa 5000 Gegenstände aus drei Jahrhunderten werden hier ausgestellt. Auf dem großen Areal gibt es eine Fülle von Gebrauchsgegenständen aus den alten Zeiten. Ob Webstuhl oder Porzellanpuppe, ob Geschirr oder Möbelstücke – alles ist hier zu besichtigen. Darüber hinaus gibt es viel alte Technik zu bestaunen. So u. a. selbst gebaute Traktoren oder einen besonderen Mähdrescher Marke „Eigenbau“. Auch alte Arbeitsmittel aus der Bäckerei, der Waschküche oder einer orthopädischen Schusterwerkstatt können entdeckt werden. Ein absolutes Kleinod ist die aus dem 18. Jahrhundert stammende Apotheke. Doch Else Ehrich geht es nicht nur um Anschauungsmaterial. Sie möchte alte Herstellungsweisen praktisch vermitteln. Was nutzen alte Mörser und Rezepturtöpfchen, wenn man sie nicht benutzen kann? Also wurde in den letzten Jahren ein Kräutergarten auf dem Museumsgelände errichtet, in dem nun Kräuter wachsen, die heute wieder zu Tees und Arzneien gemixt werden. Seit Jahren wird sich auf dem Hof, der auch eine Gaststätte und eine Pension beherbergt, mit dem Anbau nachwachsender Rohstoffe beschäftigt. Aus bis zu vier Meter hohem Hanf werden zuerst Fäden gewonnen, die dann verarbeitet werden. Im Angebot der „Ehrichs Erlebnishöfe“ finden sich Teddys oder Kissen aus Hanf. Mit viel Liebe und Leidenschaft führt sie persönlich ihre Gäste ca. zwei Stunden durch ihr Heimatmuseum. Für ihre unermüdliche Arbeit hat Else Ehrich bereits mehrere Ehrungen erhalten. Auch im Fernsehen und der Presse wurde schon über sie und ihre Erlebnishöfe berichtet. Geboren wurde die engagierte Frau 1932 in Schleise (Schlesien). Durch den 2. Weltkrieg kam sie als Flüchtling in die Region. Nach dem Ende des Krieges arbeitete sie zunächst als Hausmädchen. Später absolvierte sie eine Ausbildung zur Stenotypistin in Sangerhausen hinzu. Danach war sie in ihrem Beruf an einer Bank und verschiedenen öffentlichen Einrichtungen tätig. Zu ihrem bewegten Leben zählen zwei Kinder und Ehemann Rudi, der leider schon verstorben ist.
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