MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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SR Dr. med. Gerlind Ehmke

Immer im Dienste der Patienten

Gerlind Ehmke

Rentnerin, ehem. niedergelassenen Augenärztin Flakenseestr. 24 12587 Berlin

Geboren am 31.12.1940, war Gerlind Ehmke Schülerin des ersten Nachkriegsjahrgangs, in dem 6-10-Jährige gemeinsam unterrichtet wurden. Mit 17 erlebte sie am eigenen Leib eine, ihr weiteres Leben beeinflussende Augen-OP, die sie in ihrem Entschluss bestärkte Augenärztin zu werden. Nach ihrem Abitur 1958 arbeitete sie daher ein Jahr lang als Hilfsschwester in der Orthopädie der Charité, bevor sie 1959-65 ihr Medizinstudium an der Humboldt-Universität Berlin absolvierte und approbiert wurde. Gemeinsam mit ihrem Mann, der als Objektgeologe auf dem Gebiet der Erdölförderung im VEB Erdöl und Erdgaserkundung Grimmen tätig wurde, nahm sie danach ihre Tätigkeit im Kreiskrankenhaus Bartmannshagen auf, bis sie am 1.9.1966 ans Bezirkskrankenhaus Stralsund zur Facharztausbildung in die Augenabteilung wechselte. Nun arbeitete sie in halbjährigem Wechsel hier und an der Poliklinik Stralsund. 1970 folgte die Facharztprüfung und Promotion, bevor die Ärztin 1973 aufgrund der Erkrankung ihres Vaters mit Mann und Sohn Burkhard in die alte Heimat Friedrichshagen zurückkehrte. Nach den gesammelten Erfahrungen in einer Staatlicher Arztpraxis in Stralsund u.a. wollte Frau Dr. Ehmke diesen Weg nun fortzusetzen. In ihrer ersten Praxis in Köpenick in der Lindenstraße herrschte aufgrund der Unterversorgung mit Augenärzten in Köpenick, wie auch schon in Grimmen, stets großer Andrang. 1988 wurde ihr der Ehrentitel eines Sanitätsrates verliehen. Es folgten mehrere Umzüge in Praxen u.a. in die Grünstraße und die Puchanstraße. 1990, nach der Wende, entschied sich die Ärztin für die Selbständigkeit und beschloss mit ihrer Kollegin Dr. Schwarz, mit der sie seit 1975 im Amt für Gesundheitswesen und ab 1985 zusammen in einer Staatlichen Augenarztpraxis tätig war, eine Gemeinschaftspraxis zu eröffnen. Dies gelang in den Räumlichkeiten der Staatlichen Arztpraxis. 1994 erfolgte der Umzug in bessere, Parterre gelegene Praxisräume im neu erbauten Nachbarhaus. Dies ermöglichte vielen Rollstuhlfahrern und gehbehinderten Patieneten einen leichten Zutritt. Neber der Versorgung aller üblichen Augenerkrankungen war ein Schwerpunkt die Untersuchung von Binocularsehstörungen. Aus ganz Deutschland kommen die Patienten für diese Untersuchungen angereist, besonders für Kinder hat sich durch die Arbeit der beiden Augenärztinnen wie durch ein Wunder so manches schulische Problem gelöst. Auch zahlreichen erwachsenen Patienten konnte diese segensreiche Behandlung zuteil werden. Nach schwerer Krankheit verstarb 1999 ihr Mann und Frau Dr. Ehmke gab 2006 ihre Tätigkeit als praktizierende Augenärztin auf, um sich zunächst von den Anstrengungen der Arbeit bei gleichzeitiger Pflege ihres Mannes und anderer Menschen etwas zu erholen. Nun hat sie mehr Zeit für ihre Briefmarken-, Sand-, Gesteins- und Münzsammlungen und – nicht zuletzt – für ihren Kater. Auch auf Reisen in die ganze Welt findet sie den Lohn für ihr arbeitsames Leben.
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