MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Burkhard Dötsch
„Ich hatte ein interessantes und vielseitges Leben.“ (Burkhard Dötsch)
mit Ehefrau Edith
Diplomgesellschaftswissenschaftler
Gewerkschaftsfunktionär
99894 Leinatal OT Leina
Burkhard Dötsch, geboren 1950 in Sonneberg, wurde 1957 in Eisfeld eingeschult, absolvierte 1967 die 10. Klasse an der Polytechnischen Oberschule Eisfeld und ab der 9. Klasse bereits eine mit der Praxis gekoppelte Berufsausbildung im VEB Carl Zeiss Jena, Betrieb Eisfeld bis 1968. Als Vorfertigungsmechaniker ausgebildet, diente er dann zwei Jahre in der Nationalen Volksarmee der DDR als Funktrupp-Führer. 1971 zurückgekehrt in seinen Ausbildungsbetrieb, heiratetet er 1972 seine heutige Frau Edith, wurde Vater eines Sohnes und 1973 einer Tochter. Er engagierte sich, vom Elternhaus sozial geprägt, nach seiner Armeezeit wieder in der FDJ und wirkte ab 1973 als Sekretär für Kultur, Sport und Touristik in der FDJ-Kreisleitung Hildburghausen., ab 1978 als Mitarbeiter in der FDJ-Bezirksleitung Suhl. 1979 begann er ein Studium an der FDGB-Hochschule in Bernau bei Berlin. Als Diplomgesellschaftswissenschaftler kehrte er 1982 in die FDJ-Bezirksleitung zurück und wurde zum Vorsitzenden der Bezirksrevisionskommission der FDJ gewählt. 1985 wechselte er aus persönlichen Gründen in den FDGB-Kreisvorstand Hildburghausen, zuerst als Kreisbildungsstätten-Leiter, später für eine befristete Zeit als Klassenleiter an der Bezirksgewerkschaftsschule in Gehlberg. 1987 wurde er zum Kreisvorsitzenden der Gewerkschaft Land-, Nahrungsgüter- und Forstwirtschaft (LNF) gewählt. Auf der 1989 – nach der politischen Wende und Neuwahlen in den Betriebs-Gewerkschaftsorganisationen – stattgefundenen Gebietsdelegiertenkonferenz, konnte sich Burkhard Dötsch behaupten und wurde ohne Gegenstimmen zum Gebietsvorsitzenden der LNF (Fusion der Kreise Hildburghausen, Sonneberg und Neuhaus) gewählt und ab März 1990 amtierender Bezirksvorsitzender der LNF in Suhl. Er erhielt zudem von seiner Landesleitung den Auftrag alte Gewerkschaftsstrukturen im ehemaligen Bezirk Suhl sowie den Kreisen Arnstadt, Eisenach und Gotha abzuwickeln, notwendige neue zu schaffen. Im Oktober 1990 als Bezirksleiter (Geschäftsführer) im Bezirksverband Suhl eingesetzt, konnte er auf der Bezirkskonferenz in seinem Amt bestätige werden, welches er bis Ende 1995 ausübte. Am 01.01.1996 fusionierte die Industriegewerkschaft Bau, Steine, Erden (IG BSE) bundesweit mit der Gewerkschaft Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft (GGLF) zur Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt und Burkhard Dötsch arbeitete in Suhl, später im Bezirksverband Gotha als Bezirkssekretär. Mit seiner Frau Edith (geb. 1950) wählte er deshalb den Landkreis Gotha zum neuen Lebensmittelpunkt, entschied sich 1997 zum Hausbau. Weitere Zusammenschlüsse von Bezirksverbänden seiner Gewerkschaft folgten. Burkhard Dötsch blieb Bezirkssekretär, war zwischenzeitlich auch stellvertretender Geschäftsführer eines neu entstandenen größeren Bezirksverbandes. 2006 wurde er Regionalsekretär in der Region Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen (SATS) der IG Bau. 2005 ging er aus gesundheitlichen Gründen und für eine bessere Betreuung seiner erkrankten Frau in die Altersteilzeit und 2008 mit dem 60. Lebensjahr in die vorgezogene Altersrente. Ehrenamtlich seiner Gewerkschaft weiter verbunden, denkt er noch lange nicht ans aufhören. Fast ein Leben lang Gewerkschafter, kann er sich nicht vorstellen, ohne ein Ehrenamt zu Hause zu bleiben . Er ist u. a. nach wie vor Mitglied des Bezirksvorstandes Erfurt seiner Gewerkschaft. Das Paar Dötsch hat, neben Sohn und Tochter, inzwischen sechs Enkelkinder. Seit 2008 ist Freizeitsport für Burkhard Dötsch der notwendige Ausgleich.