MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Heidemarie Eckhardt

Fast 40 Jahre an einer Schule gewirkt

Heidemarie Eckhardt

Unterstufenlehrerin, Schulleiterin
99885 Wölfis

Es war die richtige Entscheidung, Lehrerin und dann Schulleiterin zu werden. Das sagt heute Heidemarie Eckhardt aus dem thüringischen Ort Wölfis, die noch immer im Elternhaus ihres Mannes wohnt. Mit ihrem Waldemar (Maurer) war sie von 1966–2009 (dessen Tod) glücklich verheiratet. Das Paar bekam zwei Söhne, Uwe und Steffen, geboren 1966 und 1970. Der Älteste ist Mathe- und Physiklehrer in Neukirch in der Oberlausitz, während der Jüngere als Koch in Hessen sein Geld verdient. Heidemarie Eckhardt hat noch einen Enkelsohn. Sie ist stolz auf ihre Lebensleistung und ihre Familie, die sie stets unterstützt hat. Fast vier Jahrzehnte hat die gebürtige Erfurterin, Jahrgang 1947, in Wölfis als Unterstufen-, nach der Wende als Grundschullehrerin gewirkt. Ursprünglich wollte Heidemarie, die als Nummer 8 mit neun Geschwistern (zwei Schwestern, sieben Brüdern) durch den Umzug der Eltern in Mecklenburg aufwuchs, Tierärztin werden. Schon als Kind hat sie Kühe gemolken, was ihr großen Spaß bereitete. Das Geld der Eltern war immer knapp, der Vater starb bereits 1960. Doch die Mutter erklärte: „Wir schaffen das!“ Gute Bildung kostete, aber sie war wichtig. Und so durfte Heidemarie die Erweiterte Oberschule (EOS) besuchen und studieren. So hatte es die Mutter entschieden. Nach der EOS-Zeit mit dem Abitur in der Tasche studierte Heidemarie am Institut für Lehrerbildung (IfL) in Nordhausen. Sie hatte zunächst vor, in Rostock ein Studium zu beginnen, doch ihr späterer Mann Waldemar protestierte. Denn beide Liebende hatten sich immer geschrieben, was ihm auf Dauer nicht gefiel. 1968 fing sie als Unterstufenlehrerin in Wölfis an, der Heimat ihres Mannes. Und sie war glücklich, dass es geklappt hatte und die Familie zusammensein konnte. Bis 1990 war Heidemarie Eckhardt Klassenleiterin und das mit Leib und Seele. Danach wählten sie ihre Kollegen zur stellvertretenden Direktorin. Schließlich wurde sie Direktorin und hatte auch für dieses Amt gekämpft, denn mit der Auflösung der Grundschulen Crawinkel und Luisental gab es noch zwei weitere Bewerberinnen für die Direktorenstelle. 2007 ging die Pädagogin mit 60 Jahren in Rente. Heute fühlt sie sich eng mit Wölfis verbunden, kennt alle Generationen und engagiert sich im Heimatverein. Auch im Gemeinderat arbeitete Heidemarie Eckhardt jahrelang mit. Basteln und Gartenarbeit gehören zu den Hobbys von ihr. Heidemarie Eckhardt will gesund alt werden, das wünscht sie sich von Herzen. Mit vielen ihrer früheren Schülerinnen und Schüler ist sie heute längst beim „Du“, denn auch aus den Kindern von einst sind nun mal Leute geworden. Man kennt sich auf dem Dorf und das genießt die ehemalige Lehrerin.
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