MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Sigrid und Manfred Eckelmann
„… Es ist so schön zu sorgen für Menschen, die man liebt.“
Landwirtschaftlicher Kaufmann i. R.
Zimmerer, Maurer und Hochdruckkesselwärter i. R.
Am grünen Winkel 10
04668 Grimma OT Nerchau
Sigrid Eckelmann rezitiert gern ein kleines Gedicht und mag diese weisen Worte sehr: „Beklage nie den Morgen, der Müh und Arbeit gibt. Es ist so schön zu sorgen für die Menschen, die man liebt.“ Menschen, die sie liebt, gehören in erster Linie ihrer Familie an. Ehemann Manfred heiratete sie 1969 und zwei Kinder wurden geboren. Tochter Kerstin ist studierte Rechtspflegerin und hat wiederum eine Tochter. Sohn Jörg studierte Elektrotechnik und auch seine Lebensgefährtin brachte eine Tochter mit in die Beziehung.
Geboren wurde Sigrid Eckelmann am 03.04.1942 in Papsdorf. Waren Schule und alle Arbeiten erledigt, spielte sich das Dorfleben mit anderen Kindern auf der Straße ab, woran sie schöne Erinnerungen knüpft. Später besuchte sie Berufsschule und arbeitete im elterlichen Landwirtschaftsbetrieb. Dieser wurde 1960 zur Produktionsgenossenschaft und auch dort war sie beschäftigt. Um in Bürotätigkeit einsteigen zu können, führte Umschulung zum Abschluss als landwirtschaftlicher Kaufmann. Nach Umzug nach Nerchau, blieb sie für die Erziehung ihrer Kinder zu Hause, begann 1980 in der Abfüllabteilung der Farbenfabrik und war bis 1999 dort tätig.
Manfred Eckelmann kam am 25.03.1940 in Nerchau zur Welt und bewohnt das Haus, in welchem er geboren wurde und das einst seinem Großvater gehörte.
Nach Schulende 1954 widmete er sich im Baugeschäft Arno Andrä seiner Lehre zum Zimmerer, blieb im Betrieb und erinnert sich des Stundenlohnes, der 97 Pfennig betrug. 1961 erwarb er seinen zweiten Facharbeiterabschluss als Maurer. Als der Betrieb 1972 volkseigen wurde und weiteren Umstrukturierungen unterlag, wechselte er von 1980/83 ans Bau- und Montagekombinat Süd, setzte seinen Werdegang im Kesselhaus der Farbenfabrik Nerchau fort und beendete seine dritte Ausbildung zum Hochdruckkesselwärter. Die Wendezeit brachte jegliche Perspektive ins Wanken, doch letztendlich erhielt Manfred Eckelmann an der Papierfabrik nochmals eine Festanstellung.
An seiner Frau bewunderte er stets die Gabe, auch in finanziell schwierigen Zeiten sehr gut wirtschaften zu können und das Leben ihrer Familie so angenehm wie eben möglich zu gestalten.. Selbst der jährliche Urlaub mit den Kindern fiel niemals ins Wasser.
Als Seniorin findet Sigrid Eckelmann Freude am Stricken und Nähen, am Sport, an Gartenarbeit und nach einem entsprechenden Geschenk ihrer Enkelin öffnet sie sich gerade dem Malen.
Manfred Eckelmann ist ruhelos wie immer und folgt seiner Maxime: „Leben ist Streben!“ Kein Tag vergeht ohne Arbeit und somit kann er sich vorbehaltlos dem kleinen Sinngedicht seiner Frau anschließen: „ … Es ist so schön zu sorgen für Menschen, die man liebt.“