MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl. agr. Ing. Hermann Ebert

Fleisch wächst nicht auf Bäumen

Hermann Ebert
Pensionist

Buchholzer Straße 43a
15345 Altlandsberg OT Bruchmühle

Schweine und Rinder haben Hermann Ebert ein Berufsleben lang beschäftigt, ihre Gesundheit, ihre Leistungsfähigkeit waren zu sichern, die Zucht fachmännisch zu organisieren. Die Fleischproduktion sollte dem wachsenden Bedarf gerecht werden. 1929 in Fürstenwalde geboren, bestimmten der Landdienst der Hitlerjugend, der Krieg und die Nachkriegswirren das Leben des Heranwachsenden, der bis 1943 die Volksschule besuchte und danach eine Lehre zum Landwirt absolvierte, 1946 die Gehilfenprüfung ablegte und bis 1949 die Landwirtschaftsschule “Luisenhof” in Oranienburg besuchte (nur im Winter, im Sommer wurde auf dem Feld gearbeitet). Dann betätigte er sich bei den Eltern für ein Jahr als Neubauer, stieg aber 1950 in Neuenhagen bei Berlin in den Bereich der Künstlichen Besamung der Rinder ein, übernahm später die Besamungsstation des Oranienburger “Luisenhof”. Die Fachschule für Landwirtschaft in Oranienburg (Fachrichtung Tierzucht) machte ihn 1953 zum staatlich geprüften Landwirt. Als solcher ging er zum VEB Tierzucht Potsdam. Bis 1959 folgte noch ein Hochschulfernstudium in Leipzig und Berlin, das ihn als diplomierten Agraringenieur ausweist. Als Instrukteur für Tierzucht betreute er die mit Herdbuch arbeitenden Betriebe für Schweinezucht, bald auch die für Rinderzucht. Im Kreis Strausberg wurde er für die Tuberkulose- und Brucellose-Bekämpfung der Rinder zuständig, arbeitete eng mit den Tierärzten zusammen. Später wurde er wieder in der Tierzucht aktiv, beratend und anleitend wirkte er in der Außenstelle für Zuchtwertprüfung und Milchleistungsprüfung, ehe 1985 eine schwere Krankheit ihn in die Invalidität zwang. Bis 1990 arbeitete er aber noch in Teilzeit. Seit sie 1997 ins neugebaute Haus in Bruchmühle einziehen konnten, sind er und Ehefrau Christa (Agrar-Ingenieurin/ seit 1955 verheiratet/ zwei Töchter, vier Enkel, ein Urenkel) im Kulturverein für Jugend und Senioren Mitglied, wöchentliche Treffen, Kartenspiel, Geburtstagsfeiern, Tagesfahrten sorgen für ein abwechslungsreiches Programm. Frau Christa ist auch aktive Keglerin. Der Donnerstag auf dem Wochenmarkt ist zum wöchentlichen Ritual geworden. Regelmäßig besuchen sie auch ihre alte Heimat in Polen.
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