MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Rainer Döhling

Ungeplante Entwicklungen

Rainer Döhling

Lehrer
Wilhelm-Busch-Str. 56
99099 Erfurt

Eigentlich wollte und sollte Rainer Döhling in den diplomatischen Dienst. Das Studium in Moskau war schon vorgesehen, dann wurden die Plätze gestrichen und als sie wieder bewilligt wurden, wollte Rainer Döhling nicht mehr. Da studierte er bereits am Pädagogischen Institut in Erfurt und der Lehrerberuf sollte zur erfüllenden Aufgabe werden. Nach Moskau ist er dennoch gekommen, zwei Jahre unterrichtete er in den siebziger Jahren an der Botschaftsschule der DDR. Geboren wurde er 1943 im vogtländischen Hohndorf. Die örtliche Schule besuchte er bis zur 8. Klasse, dann ging er drei Jahre zur Erweiterten Oberschule in der Kreisstadt Greiz. Wegen der beabsichtigten Vorbereitung auf ein Auslandsstudium wurde er zur Arbeiter-und-Bauern-Fakultät der Universität Halle/ Saale delegiert, wo er auch das Abitur ablegte. Nach verordneter praktischer Lebenserfahrung in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) „8. Mai“ in Gröbers, begann in Erfurt seine Ausbildung zum Lehrer für Kunsterziehung und Deutsch, 1963 mit dem Staatsexamen abgeschlossen. Der junge Pädagoge startete in Bad Bibra, musste zwischendurch noch den Wehrdienst ableisten, konnte dann doch nach Erfurt wechseln, wo er an der viertältesten Gehörlosenschule der Welt Sprachbildung und Kunst unterrichtete. Nach den beiden Jahren in Moskau kehrte er an diese Schule zurück, begann aber bald, mit einem Direktstudium an der Pädagogischen Hochschule Potsdam die Qualifikation für schulleitende Funktionen zu erwerben. Der nunmehrige Diplom-Pädagoge wurde 3. Direktor der Schule in Möbisdorf, ein Jahr später Direktor einer Erfurter Neubauschule und schließlich Direktor der Kinder- und Jugendsportschule (KJS) Erfurt. 1986 wurde er als Präsident des Fußballklubs „Rot-Weiß“ Erfurt installiert. Ende 1989 schied er auf eigenes Bitten aus dieser Funktion, konnte nun als Bereichsleiter Kultur an der Erfurter Volkshochschule bis zum Vorruhestand im Jahr 2004 erfüllende Zeiten erleben, er baute die Seniorenakademie auf, organisierte Studienreisen, gab Mal- und Zeichenkurse. Als Dozent war er noch bis 2011 in diesen Aufgabengebieten aktiv. Er engagierte sich bis 1999 ehrenamtlich als Vizepräsident des SC Turbine Erfurt und pflegt seine künstlerischen Talente beim Zeichnen, als Illustrator und in der Aquarellmalerei. Als Autor verfasste er Publikationen zur Fußballhistorie, Erinnerungen und Prosa. Seine Frau Karin (Heirat 1969) war Lehrkraft im Hochschuldienst, der 1970 geborene Sohn Jan analysiert im ZDF das Fußballgeschehen.
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