MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Bodo Dutzky

Auf Linie und auf weite Fahrt

Bodo Dutzky

Verkehrsingenieur
Ehemaliger Geschäftsführer und Mitgesellschafter Göltzschtalverkehr
08228 Rodewisch

Als Sohn eines selbständigen Schneidermeisters hatten es Bodo Dutzky, geboren 1938 im oberschlesischen Stillersfeld, von Jugend an die rollenden Gefährten der Landstraße angetan. Während des Krieges ins Vogtland evakuiert, konnte er hier nach achtjährigem Schulbesuch eine Lehre als Kfz-Schlosser bei der Fa. Köckeritz absolvieren. Die Fahrzeugwerkstatt der SDAG Wismut wurde sein erster Arbeitgeber, aber bald wechselte er zum Betriebsteil Rodewisch des VEB Kraftverkehr Plauen. Hier konnte er sich zum Werkstattmeister entwickeln, wurde Abteilungsleiter Technik und nach einem fünfjährigen Fernstudium in Gotha und Eisenach, das er als Verkehrsingenieur abschloss, als Betriebsteilleiter eingesetzt, wurde verantwortlich für rund 300 Mitarbeiter, die die Bereiche Busverkehr, Fahrschule und Taxibetrieb abdeckten. Als volkseigene Betriebe 1990 Geschichte wurden, gehörte er zu den Initiatoren, die in Zusammenarbeit mit den Landräten und der Treuhandanstalt die Unternehmen privatisierten (Taxi, Fahrschule) bzw. in kommunales Eigentum überführten (öffentlicher Personennahverkehr). Das Ziel der endgültigen Privatisierung wurde im Jahr 2000 erreicht. Bodo Dutzky hatte wenig Bedenkzeit, musste viel Geld aufnehmen, ein hohes Risiko eingehen, um als geschäftsführender Gesellschafter der nunmehrigen Göltzschtal-Verkehr GmbH (127 Mitarbeiter, 60 Busse) sein eigenes Unternehmen zu installieren. Für den öffentlichen Nahverkehr gab es Subventionen, für die Sparte Gölztschtalreisen, die mit eigenem Katalog Ausflugsfahrten nach nah und fern offeriert, blieb es stets seine unternehmerische Verantwortung. Er baute sich am Stadtrand seinen eigenen Verkehrshof, freute sich, dass mit der Bundeswehr ein attraktiver Auftraggeber den Transport der Soldaten über ihn abwickelte, bis die Standortschließungen im Zuge der Bundeswehrreform ein Ende setzten. Doch die Treue der Vogtländer zu ihrem Busreiseunternehmen blieb erhalten, eine hohe Auslastung sicherte das Gedeihen der Firma, die 2007 in die Hände des Sohnes Tino überging. Der Großvater von drei Enkeln (dazu ein Urenkel) ist seit 1960 mit Frau Gisela verheiratet. Als Ruheständler blieb ihm nun mehr Zeit für die geliebten Orchideen. Als Jugendlicher hatte Bodo Dutzky in der 1. Mannschaft des Rodewischer Fußballsportvereins (damals 2. DDR-Liga) seine Leidenschaft gelebt, die ihn heute als Fan des FC Bayern auch mal nach München zieht.
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