MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Harald Döll

Kompass fürs Leben

Harald Döll

Rentner
Stendaler Str. 53
12627 Berlin
Fon: 030 / 55103385

Vertraut mit hoher See gehörte der Kompass zum Leben von Harald Döll. Den Kompass für das Leben versuchte er in späteren Jahren jungen Menschen mit auf ihren Weg zu geben. Geboren wurde er 1947 in Angermünde, nach dem Besuch der Polytechnischen Oberschule (POS) bis zur 10. Klasse begann er eine Berufsausbildung mit Abiturabschluss in Rostock, wurde Hochseefischer. Als solcher ging er nach dem Abschluss auf großen Fang bis in den Atlantik. Nach zwei Jahren setzten gesundheitliche Probleme dem Einsatz auf hoher See ein frühes Ende. Er leistete seinen achtzehnmonatigen Grundwehrdienst noch bei der Volksmarine der DDR, dann zog er zu den Eltern nach Schwedt und begann an einer Polytechnischen Oberschule als Pionierleiter die Freizeitgestaltung der Schüler zu organisieren. In vierjährigem Fernstudium qualifizierte er sich zum Unterstufenlehrer, unterrichtete dann in den Klassenstufen 4–10 Kunst, Geographie und Astronomie. Dies setzte er nach dem Umzug nach Berlin nunmehr an einer Schule der Hauptstadt bis 1991 fort. Danach arbeitete er drei Jahre im präventiven Bereich als Projektleiter für den pad e.V. (parents and youngsters against drug abuse = Eltern und Jugendliche gegen Drogenmissbrauch). Weitere Stationen als Projektleiter waren die Kino Kiste Hellersdorf, wo er das Kinder- und Jugendprogramm verantwortete, sowie die Wetterstation des KulturGuts Marzahn. Er erläuterte Kinder und Jugendlichen die Wetterphänomene und wurde Leiter der Naturschutzstation und des Aquariums (17 große Becken mit einheimischen Fischen), ein Brückenschlag zurück in den erlernten Beruf. Inzwischen Rentner ist der Kontakt zur Jugend weiterhin bestimmender Teil seines Lebens. Die Klassentreffen mit ehemaligen Schülern gehören dazu wie der Nachhilfeunterricht in Deutsch und Mathematik für (vor allem vietnamesische) Kinder mit ausländischen Wurzeln. Der Vater zweier Kinder (auch zwei Enkelkinder) hatte sich auch im sportlichen Bereich verdient gemacht, als Mannschaftsleiter bei den Gewichthebern. Prägender noch waren seine Erfahrungen als Kunsterzieher bei der Begutachtung der DDR-weit eingesandten Schülerarbeiten. Seine eigene Beschäftigung mit Malerei und Graphik führte schon zu etlichen kleinen Ausstellungen seiner Werke in Öl und graphischen Techniken. Seine Arbeit erfuhr mit dem Kunstpreis der DDR (II. Klasse) und dem Kleist-Preis des Bezirkes Frankfurt/ Oder schönste Anerkennung.
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