MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Gabriele Dreßel
Trotz schwerer Schicksalsschläge denkt sie immer positiv
Dr.-Friedrich-Wolf-Str. 61
08529 Plauen
Fon: 03741 / 445145
In Plauen im Vogtland kam sie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 zur Welt und vor vielen Jahren kehrte die gelernte Hebamme und ausgebildete Industriekauffrau zurück. Hier ist Gabriele Dreßel, die einen Sohn und einen Enkel hat, zu Hause. Ihren Sohn Jan (geboren 1971, Justizbeamter im Strafvollzug) hat Gabriele Dreßel allein großgezogen. Denn ihr Ehemann Klaus (Tierarzt), mit dem sie von 1966–1971 verheiratet war, starb im frühen Alter von 28 Jahren an Leukämie. Trotz schwerer Schicksalsschläge hat sie sich niemals gehen lassen – auch dank des Beistandes ihrer Familie – und denkt bis heute immer positiv. Durch ihr kleines Kind konnte und wollte die damals alleinerziehende Mutter nicht mehr in Schichten als Hebamme an der Universitäts-Frauenklinik in Leipzig arbeiten (1966–1971). Gabriele Dreßel, die nach der 12. Klasse (Abitur 1964 an der Erweiterten Oberschule in Plauen) eine zweijährige Ausbildung zur Hebamme an der Fachschule der Medizinischen Akademie in Dresden machte, absolvierte in Plauen eine zweite Berufsausbildung. Sie lernte Industriekauffrau, arbeitete in zwei Betrieben bis zur Wende und war später im Landratsamt im Gesundheitsamt beschäftigt. Zunächst war sie als Hebamme in der Schwangerenberatung tätig und machte Hausbesuche. Dann arbeitete sie im Arbeitsamt und als Urkundsperson im Jugendamt. Mit 58 Jahren konnte Gabriele Dreßel in den Ruhestand treten. Die Tochter einer Angestellten und eines Landwirtes schätzt Gesundheit und Harmonie in der Familie. Das bedeutet für sie Glück. Zu ihrem Enkelsohn Felix (geboren 1995, Kfz.-Mechaniker), der in Plauen wohnt, hat sie enge Verbindungen. Lebensgefährte Lothar nennt sie ihr Vorbild, denn er sei stets ausgeglichen und ruhe in sich. „Das tut mir gut“, erklärt Gabriele Dreßel, deren großes Hobby die Musik ist. Als Kind hat sie Flöte in einem Orchester gespielt. Auch Klavierspielen kann sie. Und es gibt einen Garten, in dem die Vogtländerin gern viel Zeit verbringt, besonders im Sommer. Bis 2014 hat sie ein Jahr lang mit Unterstützung ihrer Schwester J. und Nichte S. (die nicht in Plauen wohnen) ihre kranke Mutter gepflegt, bis diese starb. Gabriele Dreßel, die gern Busreisen macht, zum Beispiel nach Italien, liest viel Belletristik und geht regelmäßig zum Schwimmen, um sich fit zu halten. Zu DDR-Zeiten hat sie sich im DFD-Frauenbund ehrenamtlich als Kassiererin engagiert. Manchmal wünscht sie sich heute, kreativ zu sein, um verschiedene Handarbeiten herstellen oder basteln zu können. Aber das liegt ihr nun mal nicht, sagt Gabriele Dreßel. Sie selbst schätzt sich als geradlinigen, ehrlichen und freundlichen Menschen ein. Das wünscht sich Gabriele Dreßel auch von anderen Menschen.