MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Alfred Ducks
Erfolgreiche Lebenswege
Dipl.-Ingenieur
Varkausring 26
01796 Pirna
Menschen, die der Schreckenstat Krieg mit Bombenangriffen, Vertreibungen, unzähligen Todesopfern, Seuchen, Gewalt Hungersnöten u.. v. m. hilflos ausgeliefert waren, sind nie mehr in der Lage, sich von diesen Greueltaten zu lösen.
Auch Afred Ducks, geboren am 07.031933 in Neustettin/Pommern, war ihnen ohnmächtig ausgeliefert. Dies zerfraß seine Seele. Einen beeindruckenden Weg nahm er Dank eines wachen Geistes und eines genesenden Körpers.
Aus der Heimat Pommern musste die Familie zu Kriegszeiten flüchten. So besuchte Albert Ducks die Schule in Neustettin, Stovenhagen und Tetereow, erlernte in Malchin den Beruf des Maschinenschlossers und absolvierte sein Studium an der Fachschule für Schwermaschinenbau in Schmalkalden.
1951 hatte er in Teterow seine Arbeit aufgenommen und war nach dem Studium als Werkzeugmaschineningenieur tätig. 1955 wechselte er als Konstrukteur zum VEB Entwicklungsbau Pirna, wohin er 1964 auch zog, und führte als Gruppenleiter ein Team. Aufgrund der Zusammenlegung zweier Betriebe, fungierte er fortan als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim VEB Gasturbinenbau und Energiemaschinenentwicklung, an welchem er als Spezialist überaus gefragt war. Entwickelt wurden Sondermaschinen und -einrichtungen zur Rationalisierung sowie des Rohrleitungsbaus und Alfred Ducks war an der Entwicklung der Kleingasturbine Pirna 017 in entscheidendem Maße beteiligt.
Später im Rationalisierungsmittelbau tätig, durfte er gemeinsam mit seinen Kollegen für den ersten Roboter, zuständig für computergestützte Konstruktion und Fertigung im Energiemaschinenbau, den Orden „Banner der Arbeit“ entgegen nehmen – eine Auszeichnung, die für Alfred Ducks mehr als Ehre bedeutet.
Nach der Wende wurde der Betrieb verkauft und der Konstrukteur begab sich in den Vorruhestand. Allerdings war sein Wissen sehr gefragt und noch lange und gern gab er dieses im „alten neuen“ Betrieb weiter. Stets war er mit seinen Arbeitsaufgaben voll ausgelastet, doch Spaß und Freude daran entschädigten für vieles.
Ehefrau Ingeborg – Teilkonstrukteurin – wurde als zehnjähriges Kind mit ihren Eltern in die UdSSR verschleppt, da ihr Vater Konstrukteur in der Luftfahrt war. Alfred Ducks lernte sie dort bei seinem Einsatz im Rahmen von Aufbauarbeit kennen und später folgte sie ihm nach Pirna.
Zwei Söhne und eine Tochter wurden geboren und ihnen konnte Alfred Ducks seine herausragendsten Beigaben – Offenheit und Ehrlichkeit – mit auf ebenfalls erfolgreiche Lebenswege geben.