MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Friedhelm und Brigitte Dornis
„Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang“ (Psalm 23)
Bahnangestellter
Krankenschwester
Siedlung Kesselshain
04552 Borna
Fon: 03433 / 851767
Aus ihrem Glauben an den Schöpfer haben beide die Kraft gewonnen, ihr Leben zu gestalten. Friedhelm Dornis ist die Siedlung Kesselshain Heimat seit seiner Geburt 1950. Doch zur Pestalozzischule in Borna, die er ab 1956 besuchte, war es täglich ein weiter Fußweg. 1964 begann er eine Lehre als Facharbeiter für Gleisbau in Geithain, die nach drei Jahren mit dem Facharbeiterzeugnis auch den Hauptschulabschluss verband. Nun wurden für viele Jahre bis zum Vorruhestand 2004 die Gleisanlagen der Deutschen Reichsbahn (zuletzt auch Deutsche Bahn AG) vor allem zwischen Altenburg, Geithain und Zeitz zur täglichen Herausforderung bei Wind und Wetter. Eine Qualifikation zum Weichenschlosser erweiterte seine Verantwortung, durch gewerkschaftliches Engagement und Mitarbeit im Betriebsrat ergänzt. Zwischendurch, er hatte zwar gerade Familie begründet, nahm ihn die Armee in die Pflicht, abgeleistet aus religiöser Überzeugung bei der „Spatentruppe“ (Bausoldat ohne Waffen) in Jüterbog und Plauen. Wie es sich für einen richtigen Eisenbahner gehört, hatte er seine Frau bei einer Zugfahrt kennengelernt, 1974 wurde geheiratet. Fünf Söhne (Stefan 1974, Dirk 1977, Daniel 1978, Michael 1983, ein fünfter verstarb kurze Zeit nach der Geburt) bereicherten ihr gemeinsames Leben. Der damals zu DDR-Zeiten gewährte Ehekredit brauchte durch den Kinderreichtum nicht zurückgezahlt werden.
Brigitte Dornis war 1953 in Leipzig geboren, besuchte die Schule in Beucha (bei Brandis), schloss 1970 mit der 10. Klasse ab. Am Diakonissenkrankenhaus in Dessau wurde sie zur Krankenschwester ausgebildet, der schulische Teil am Bethanienkrankenhaus Leipzig absolviert, durch praktische Einsätze an Einrichtungen in Halle, Leipzig und Plauen erweitert. Nach der Heirat begann sie ihre Arbeit in der Urologischen Abteilung der Poliklinik Borna, an der sie – unterbrochen von den Babypausen – bis 1991 erfüllt wirken konnte. Nach der Auflösung der Poliklinik 1991 wechselte sie zur Sozialstation des Diakonischen Werkes in die ambulante Seniorenbetreuung, seit 1997 ist sie am Altenpflegeheim „Katharina von Bora“ in Groitzsch tätig, steuert nun auf den Ruhestand zu. Heute gehören die ersten Enkelkinder zum Leben des Paares, das das Reisen in die Welt und regelmäßig in den Bayrischen Wald freudig genießen darf. Friedhelm Dornis hat mit einem Kumpel eine Kleiderkammer (Spendensammelstelle) organisiert, um Flüchtlingen Hilfe zukommen lassen zu können.