MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gerd und Edeltraud Dorf

Ruhiges Glück

Gerd und Edeltraud Dorf

Inhaber „Dorfkneipe Blankenhain“
Kurze Str. 7
08451 Crimmitschau
Fon: 036608 / 215485

Im Oberdorf des Crimmitschauer Ortsteils Blankenhain ist Familie Dorf zu Hause. Gerd Dorf kam 1947 schon hier zur Welt. Nach dem Abschluss der 10. Klasse hatte er im VEB Kraftfahrzeugwerk „Ernst Grube“ Werdau eine Ausbildung als Dreher absolviert. Nach dem Abschluss der Lehre rief der anderthalbjährige Pflichtdienst bei der Armee. Dann wurde das Betonwerk im nahen (aber schon thüringischen) Seelingstädt für viele Jahre zur beruflichen Heimstatt. Er begann im Stahlbau, wurde dann Schweißer im Bewehrungsbau und ging auf Montage. In den letzten fünf Jahren waren im Auftrag des Wohnungsbaukombinates Bauaufträge in der Bundesrepublik abzuwickeln, so kam Gerd Dorf schon fünf Jahre vor der Maueröffnung zum Flughafen in Frankfurt am Main oder auf Baustellen in Westberlin. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands kamen Umstrukturierungen, bei denen auch er zu den Freigesetzten gehörte. Fünf Jahre arbeitete er nun im Tiefbau, dann drei Jahre im Garten- und Landschaftsbau, er erlebte Umschulungs- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, arbeitete als Hauswart und ging mit 60 Jahren in Rente. Edeltraud Dorf, Jahrgang 1955, wuchs in ihrer Geburtsstadt Plauen auf. Nach zehnjährigem Schulbesuch absolvierte sie eine Lehre bei der Staatlichen Handelsorganisation (HO) als Verkäuferin. Zehn Jahre lang bediente sie dann den Kundenstrom im Plauener Konsument-Warenhaus. Danach arbeitete sie bis 1996 für den „Plus“-Supermarkt. Anschließend wurde die Küche der Gaststätte „Waldhaus Reissig“ in Plauen ihr Arbeitsplatz. Mit der Heirat 2009 (nach längerer Bekanntschaft zuvor) entschied sie sich für Blankenhain. Hier konnte sie am 1. 1. 11 die „Dorfkneipe“ eröffnen, immer unterstützt von ihrem Mann. Das heute als Nebengewerbe ausgewiesene Geschäft beweist sich gern bei freundlichen Familienfeiern (nur sind 20 Gäste das Maximum) und sorgt für die gastronomische Betreuung des Deutschen Landwirtschaftsmuseums Schloss Blankenhain. Er übernimmt für das Museum ehrenamtlich Führungen durch Sägewerk und Mühle. Jeweils vierzig Jahre ist er bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv, war dort längere Zeit Jugendwart, wie beim örtlichen Karnevalsverein, auch wenn die Zeiten seiner Auftritte im Männerballett nun schon etwas zurückliegen. Aus seinen ersten beiden Ehen stammen zwei Töchter und ein Sohn, die nun wiederum mit sechs Enkeln zur Familienzukunft beigetragen haben.
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