MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Edith Dorn

„Ich mache alles mit Herz, auch meine Fehler“

Edith Dorn

Neustrelitzer Str. 7 e
17033 Neubrandenburg
Fon: 0395 / 4691286

Dass Edith Dorn, 1941 als Edith Adler geboren, einmal sehr bekannt werden würde, war nicht vorauszusehen. Als Kind einer Köchin und eines Landwirtes, ging ihr Start ins Leben eher unspektakulär von statten. Sie absolviere bis 1954 die Grundschule, lernte zweieinhalb Jahre den Beruf einer Krankenschwester, arbeitete eine Zeit im Beruf. 1961 legte sie mit einer Prüfung in Vorbereitung auf den Schwimmmeister den Grundstein für ihre spätere Passion. 1962 erlangte sie den Meistertitel als Mitarbeiterin im Schwimmbad (Schwimmmeister, im Volksmund auch Bademeister genannt). 1969 nach Neubrandenburg umgezogen, begleitete sie hier den Aufbau des Wasserrettungsdienstes von Beginn an. Als sie im Jahr 2011 mit dem höchsten Verdienstorden, den das Land Mecklenburg-Vorpommern vergibt, ausgezeichnet wurde, konnte sie auf die Lebensrettung von 28 Menschen verweisen. Als Ausbilderin für Erste Hilfe und für Rettungsschwimmer in Mecklenburg Vorpommern gibt es hier keinen Schwimmmeister und Rettungsschimmer, der nicht „durch ihre Hände gegangen“ ist. Dass auch Tochter Maren (geb. 1967, Lehrerin) Schwimmtrainerin ist, kommt nicht von ungefähr, wie Edith Dorn erzählt. Leidenschaft steckt eben an, Vorleben hat starke Überzeugungskraft. Ca. 16.000 Ersthelfer haben auch das von ihr mit auf den Weg bekommen. Ihre Tätigkeit beim DRK, besonders im Freibad Broda am Tollensee, ist vielen Erholungssuchenden noch in guter Erinnerung. Und in ihrer Funktion als so genannte Realistikerin beim DRK ist sie heute noch bestrebt, große DRK-Übungen authentisch werden zu lassen, um die Nähe zur Realität wach zu halten. So wie sie einst ihre Vorbilder beim DRK fand, ist sie selbst durch ihr Engagement und ihre Einsatzerfolge für viele zu einem geworden. Große Unterstützung erhielt sie stets durch Ehemann Wilfried, mit dem sie seit 1961 verheiratet ist. Noch heute tankt sie viel Kraft durch die Familie und Freunde, erzählt sie freudig und dass jede Familie, welche die Werte des Lebens schätzt, auf viel Schönes verweisen kann. Deshalb verbringt sie mit ihren Angehörigen gerne ihre Zeit und kann nicht nachvollziehen, was manche Menschen so unzufrieden macht. Sie haben doch alle ihr Schicksal selbst in der Hand, findet sie. Und mit Herz und Verstand, mit Engagement und Willen kann man so viel erreichen, wie sie – mit Recht stolz darauf – vorweisen kann.
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