MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Elke und Ute Donath

Tradition verpflichtet

Elke und Ute Donath

Bäckerei, Konditorei und Café Königswald Königsbrücker Landstraße 69 01109 Dresden Fon: 0351 / 8908627 Fax: 0351 / 8902526 Internet: www.baeckerei-donath.de E-Mail: baeckereidonath@aol.com  

Die beiden Geschwister Elke und Ute Donath fühlen sich einer inzwischen über 100-jährigen Familientradition verpflichtet. Denn was ihr Urgroßvater 1896 begann, setzen sie erfolgreich fort – das Backhandwerk. Das Café Königswald mit der dazugehörigen Bäckerei ist seit 1993 wieder zu einem wahren Kundenmagnet im nördlichen Stadtteil Klotzsche geworden. Bei köstlichem Kaffee und leckerem Kuchen lässt sich wunderbar in die Geschichte blicken. Der Bäckermeister Max Oswald Donath kaufte damals diese Bäckerei und das Café, in das auch der letzte Sachsenkönig Friedrich August III. einkehrte. Bis 1907 betrieb er es selbst das Geschäft. Dann verpachtete er es. Durch den Ersten Weltkrieg und die Inflation verlor er bis auf das Grundstück alles. Da das Geschäft verpachtet war, musste er sich Arbeit suchen, um die Familie zu ernähren. Bei befreundeten Bäckern half er als Meister aus, verkaufte Versicherungen und diente als Nachtwächter. Sein Sohn Otto Donath erwarb den Meisterbrief und übernahm 1933 das Geschäft. Als er 1940 eingezogen wurde, führte seine Frau Cläre Donath den Laden weiter. Von 1945 bis 1949 diente die Bäckerei der sowjetischen Armee als Brotlieferant. Otto Donath betrieb neben der Bäckerei einen kleinen Imbiss. Das Inventar des einstigen Cafés, ein Blüthner-Flügel und das Wiener Gestühl wurde der Dresdner Oper gestiftet. 1952 bestand Ottos Sohn Wolfgang Donath seine Bäckermeisterprüfung. Damit war klar, dass er die Tradition fortsetzen werde. Otto Donath fungierte von 1963 bis 1967 als Obermeister der Bäcker der Stadt Dresden. Gleichzeitig war er Vorsitzender des Meisterprüfungsausschusses für Bäckermeister sowie für Fachverkäufer(innen). In den 60er Jahren mussten die Räume des einstigen Cafés vermietet werden. Da zog eine Konsum-Textilverkaufsstelle ein. 1967 gab Otto Donath den Staffelstab an Wolfgang Donath weiter. Auch er engagierte sich in seiner Berufssparte. So war er Mitglied der Revisionskommission der Einkaufs- und Liefergenossenschaft Dresden. Aus gesundheitlichen Gründen des Vaters übernahm 1989 seine Tochter Ute Donath (Jahrgang 1965) die Bäckerei. Sie hatte bereits 1987 die Konditoreimeisterprüfung erfolgreich bestanden. Ebenso wie ihr Vater und Großvater engagiert sich auch Ute Donath in der Branche und im Vorstand der Bäckerinnung. So gehört sie zum Prüfungsausschuss für Konditoren und Fachverkäufer(innen).. Als die Konsumgenossenschaft 1992 aus wirtschaftlichen Gründen den Mitvertrag kündigte, entschloss sich Ute Donath mit ihrer älteren Schwester Elke Donath (Jahrgang 1960), das Café Köningswald wieder neu entstehen zu lassen. Elke Donath war bis dahin im kaufmännischen Bereich tätig. Die Wiedereröffnung des Cafés erfolgte 1993. Im September 2011 wurde die Bäcker-Meisterprüfung bestanden. Nun steht bereits Elke Donaths Sohn Philipp Donath in den Startlöchern, um die Familientradition dann in fünften Generation fortzusetzen.
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