MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Karl-Heinz und Hannelore Diez
„Das Gleiche sucht sich, das Rechte findet sich.“ (Deutsches Sprichwort)
Wiedebachstr. 16
04277 Leipzig OT Connewitz
Fon: 0341 / 30139889
Im Jahr 1940 in Leipzig OT Connewitz geboren, fielen die jungen Jahre von Karl-Heinz Diez in die Kriegs- und Nachkriegszeit. Nach dem Abschluss der 8. Klasse konnte er keine Lehrstelle für seinen Wunschberuf Elektriker finden, absolvierte stattdessen eine Ausbildung als Bergbaulehrling im Schacht Dölitz. Noch keine 18 Jahre alt, wurde der Jungheuer bis 1959 dort anschließend im Kohleabbau tätig. Wegen der Schließung des Schachtes wechselte er in das Braunkohlenwerk Borna, ging später in die Schachtverwahrung nach Dölitz zurück. Eingezogen zum Wehrdienstes (1962, Zwickau, Grenzpionier) hatte er durch seine Versetzung nach Leipzig die Möglichkeit als Koch zu arbeiten und damit einen zivilnahen Dienst zu absolvieren. Privat waren in seinem Leben in der Zwischenzeit auch die Weichen gestellt. 1962 heiratet er seine Frau Hannelore (geboren 1941 in Breslau), Sohn Torsten (geb. 1962, Elektriker, IT-Spezialist) wurde im gleichen Jahr geboren. Später ergänzte Sohn Toralf (geb. 1969, Fahrzeugschlosser, selbstständiger Unternehmensberater) noch die Familie. Beruflich folgte Karl-Heinz Diez nach der Armeezeit seinen ursprünglichen Spuren, fing erst als Techniker im Institut für Bergbausicherheit an, sorgte dann mit seiner Arbeitsaufnahme in der Entwässerung des Tagebau Peres für die Vervollständigung seiner Tätigkeitsjahre unter Tage. Drei Jahre (1965–1968) unterwarf er sich berufsbegleitend einer Meisterausbildung, schloss diese als Meister für Bergbautechnik ab. Eine Kräfte zehrende Zeit, auch wegen des fehlenden eigenen Wohnraumes und dem beengten Wohnen der jungen Familie bei den Schwiegereltern. Der Rückgang des Braunkohleabbaus wegen Voranschreiten der alternativen Nutzung von Öl führte in den Tagebauen zu vermindertem Arbeitskräftebedarf. Karl-Heinz Diez ging zurück ins Institut für Bergbausicherheit, arbeitete nun als Techniker und Meister bis 1982. In der Grubenwehr war er die anschließenden Jahre als Gerätewart tätig, kehrte jedoch 1989 erneut in das Institut zurück, erlebte hier als Meister Werkstoffprüfmaschinen die Wende und die Übernahme durch die DMT (Deutsche Montan Technologie) und die Pflicht des dreiwöchigen „Anlernens“ in den alten Bundesländern. 1996 ging er über den Vorruhestand in die Rente. Nun nutzen er und seine Frau die neue Reisefreiheit, besuchten viele Länder und die Möglichkeiten von Kur-Urlaubsreisen um die Gesundheit zu erhalten. Karl-Heinz und Hannelore Diez sind seit 1962 verheiratet. Die gelernte Friseurin arbeitete ab 1958 bis zur Geburt des ersten Kindes im Beruf, passte dann ihre beruflichen Tätigkeiten den familiären Notwendigkeiten an. Immer flexibel, immer einsatzbereit, trug sie als Verkäuferin, als Materialdisponentin und Imbiss-Mitarbeiterin zum Familienetat bei. Gemeinsam pflegten die Eheleute bis zur Rente ihr Hobby Kegeln und sind nun seit über 10 Jahren Kleingärtner. Karl-Heinz Diez ist zudem seiner Leidenschaft Fußball treu geblieben, wenn auch die eigene aktive Zeit schon lange durch die als Interessierter ersetzt ist. „Du warst und bist immer für alle anderen da...“, sagt Karl-Heinz Diez zu seiner Frau und berichtet, wie das heute den vier Enkeln und dem Urenkelchen entgegen kommt und auch den Veteranenstammtisch bereichert. Er selbst ist stolz darauf alles aus eigener Kraft und ohne je Schulden auf sich zu nehmen, geschafft zu haben. „Wir machen alles zusammen“, lachen beide Diezes und wünschen sich, dass das noch lange so bleibt.