MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Arndt und Gudrun Dobritz

Immer in Gemeinsamkeit

Arndt und Gudrun Dobritz

Landwirte
Zöllnitzer Str. 2
09306 Seelitz OT Zöllnitz

Als Arndt Dobritz 1932 in Zöllnitz geboren wurde, war dies noch ein eigenständiges Dorf. Heute gehört es zur Gemeinde Seelitz in Mittelsachsen. Von seinen beiden Brüdern starb einer früh, der andere ging zur Reichsbahn, so dass dem jungen Arndt bald klar war, dass er einmal in die elterliche Landwirtschaft einsteigen würde. Als Kind viel in der Natur unterwegs, gehörte zu den ersten Pflichten das Kühehüten. In den Nachbarorten Steudten und Seelitz besuchte er die Schule (1939–1947), anschließend drei Jahre die landwirtschaftliche Berufsschule in Rochlitz. Dann gab es auf dem elterlichen Hof genug zu tun. 1960 erfolgte der Zusammenschluss der Bauern zur Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). Da war schon Frau Gudrun an seiner Seite. Aus der LPG Typ I, bei der die Felder gemeinsam zu bewirtschaften waren, wurde 1964 Typ II (der den Maschinenpark vereinigte) und 1972 Typ III (nun war auch das Großvieh vergenossenschaftet). Arndt Dobritz wurde hauptsächlich als Traktorist und Mechanisator eingesetzt. Als Gudrun Singer kam seine Frau 1934 im nahen Großmilkau zur Welt. Sie wuchs mit Schwester und Bruder in Sachsendorf ebenfalls in einer durch die Landwirtschaft geprägten Familie auf. Kühehüten gehörte ebenfalls zu ihren ersten Aufgaben. Sie besuchte die Schule in Milkau und Theesdorf, schloss mit der 8. Klasse ab und absolvierte anschließend drei Jahre die landwirtschaftliche Berufsschule in Rochlitz. Sie arbeitete auf dem Hof der Eltern, bis die Heirat 1959 sie nach Zöllnitz führte. Wie ihr Mann wurde sie Mitglied der LPG, arbeitete vorwiegend im Kuhstall. 1980 wurde in Steudten eine große Rinderanlage gebaut, in der sie (meist begann ihr Arbeitstag früh um vier Uhr) bis 1990 tätig war. Dann kam mit den Umstrukturierungen in der Landwirtschaft für beide das frühe berufliche Aus. Doch gab es auf dem Hof, im Haus und Garten stets genug zu tun. Noch zu DDR-Zeiten hatten sie immer etwas Vieh gehalten, Schweine, Schafe, Hühner. Heute sind nur noch die Hühner zu versorgen, aber auch der Garten und die Obstbäume machen weiter Arbeit. Gudrun und Arndt Dobritz hatten sich einst beim Dorftanz kennengelernt. Seitdem war immer einer für den anderen da. 1965 erweiterte Tochter Andrea die Familie, die inzwischen um eine schon erwachsene Enkeltochter bereichert ist. Arndt Dobritz engagierte sich einige Jahre im Gemeinderat und war lange Zeit Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr von Steudten.
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