MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Renate und Bernd Dimke
„Die Hoffnung stirbt zuletzt“
Kellnerin
Elektromonteur
Heuweg 94
06667 Weißenfels
Leicht hatte es Renate Dimke nie. Doch ebenso wie Ehemann Bernd, der als hartnäckiger Kämpfer gilt, kämpfte sie stets für eine bessere Zukunft.
Geboren am 13.11.1953 in Gehofen/Kreis Artern, verließ sie die Schule nach Klasse acht, war ehrgeizig, holte die 10. Klasse nach und absolvierte eine Lehre zur Kellnerin. Beginnend bei der Handelsorganisation, verpflichtete sie sich für zwei Jahre als Zivilangestellte bei der der Armee, war im Sommer im Erholungsheim „Walter Ulbricht“ in Prora / Rügen beschäftigt und verbrachte die Wintersaison im Erholungsheim in Oberwiesenthal. Diese Arbeit liebend, wurde der Vertrag nicht verlängert. Sie kehrte an ihren Betrieb zurück, zog nach Hochzeit mit ihrem ersten Mann nach Bad Frankenhausen und schenkte vier Söhnen das Leben. Nach Trennung erzog sie ihre Söhne allein, war trotzdem berufstätig und musste ohne Unterhaltszahlungen des Vaters der Kinder ihr Leben bestreiten.
Bernd Dimke wurde am 26.07.1954 in Weißenfels geboren. Nach zehnjähriger Schulbildung widmete er sich einer Ausbildung zum Elektromonteur und war bis 1986 beim Elektroanlagenbau, dem späteren Kombinat für Technische Gebäudeausrüstung, beschäftigt. Nach einem Wechsel setzte er seinen Werdegang als Maschinist für Wasserwerksanlagen bei der Mitteldeutschen Wasserwirtschaft fort und verlor seinen Arbeitsplatz 1991. Doch seine Hartnäckigkeit war zielführend. 1996 fand er für 12 Jahre eine neue Stelle, gehört seit 2007 der Piening GmbH an und ist bis heute im In- wie Ausland tätig..
Der Vater einer Tochter lernte seine Renate 1992 kennen. Geheiratet hat das Paar 2004, führt eine glückliche Ehe und möchte gemeinsam das Alter gestalten.
Darüber hinaus sind Renate Dimkes Dreh- und Angelpunkte ihre Söhne Matthias, Andreas, Christian und David. Ihre Burschen brachten nicht ausschließlich Freude ins Haus. Probleme mussten bewältigt werden, doch für ihre Kinder wurde die Vierfachmutter zur Löwin. Sie tat alles für eine gute Erziehung, pflegte bei Krankheit, löste schulische Konflikte und wurde bei späterer Lehrstellen- oder Wohnungssuche zur Bittstellerin. Renate Dimke war sich für nichts zu schade, forcierte, wo immer es etwas zu forcieren gab und jede einzelne Kraftanstrengung hat sich gelohnt. Heute kann sie sehr stolz auf ihre erwachsenen Sprösslinge sein. Schien früher eine Situation aussichtslos, hielt sie sich immer vor Augen: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“
Dieser Satz half ihr ebenfalls bei der Überwindung ihrer Krebserkrankung. Somit hat Renate Dimke nur einen einzigen Wunsch – den Wunsch nach stabiler Gesundheit. Ehemann Bernd wünscht sich nichts anderes, verfolgt aber dennoch einen Lebenstraum. Gern würde er sich mit seiner Renate auf Weltreise begeben. Vielleicht klappt dies ja bald. Man muss nur fest daran glauben, denn: „Die Hoffnung …“