MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Manfred Dinger
Freudige Lebensaspekte
Fernmeldemechaniker i. R.
08451 Crimmitschau
Manfred Dinger, geboren am 27.11.1947 in Schmirchau, hat neben Arbeit und Alltag nie vergessen, das Leben auch zu genießen und versteht es im Rentnerstatus noch immer, gewonnene Zeit intensiv zu nutzen und mit interessanten Hobbys zu füllen.
Seit 1955 in Rußdorf lebend, die Eltern hatten dort nach der Wismutzeit des Vaters ein Bauerngut gefunden, wurde Manfred Dinger aufgrund seiner Erkrankung an Kinderlähmung ein Jahr später eingeschult. Nach Beendigung der 10. Klasse sollte der Beruf entsprechend seiner Neigungen handwerklich-technisch ausgerichtet sein. Eine angestrebte Lehrstelle im Rundfunkbereich konnte er nicht finden und ließ sich, nicht gänzlich unähnlich, zum Fernmeldemechaniker ausbilden. Er begann in Crimmitschau zu arbeiten, war beinahe ausschließlich im Außendienst tätig, doch im Notfall auch in schwindelnder Höhe auf Telekommunikationsmasten anzutreffen.
Bis 1994 deckte er den Bereich Außendienst ab und fungierte bis 2003 als Disponent seiner Arbeitsgruppe im Innendienst. In jenem Jahr nutze er ein Angebot der Telekom und begab sich in Altersteilzeit. Fortan kümmerte er sich verstärkt um Haus, Hof und Garten mit schönem Gewächshaus, wobei ihn besonders das Haus mit Freude erfüllt.
Während erster Ehe, aus welcher eine Tochter stammt, baute Manfred Dinger zu DDR-Zeiten ein Haus. Da das Leben nicht vorausplanbar ist, wurde die Ehe leider geschieden. Seine zweite Frau Jutta heiratete Manfred Dinger 1992. Sie brachte einen Sohn mit in die Ehe. Die gelernte Krankenschwester hatte sich später am psychiatrischen Klinikum Glauchau beworben und bestand den Bewerbungsmarathon wie nur wenige andere in hartem Auswahlverfahren von 400 Bewerbern.
Mit ihr hielt das Glück wieder Einzug, doch von einem Eigenheim infiziert, wollte Manfred Dinger unbedingt wieder ein Haus besitzen. Diesen Wunsch erfüllte er sich 1993 durch Übernahme und auch das Anwesen von 1.000 m² bezeichnet er neben seinem Ehe- und Familienleben als einen der freudigsten Lebensaspekte.
Glücklich und zufrieden genießen Dingers ihr gemütliches Zuhause, doch zieht es die Eheleute auch regelmäßig in die Ferne. Manfred Dinger liest gern und viel. Zwei Genres haben es ihm dabei besonders angetan – das Stöbern in Kochbüchern und Reiseberichten. Von einer Neuseelandreise war er derart begeistert, dass er sich noch immer ausgiebiger Lektüre über diesen Inselstaat hingibt. Für die nächste Reise, welche nach Mexiko führen wird, lernen Dingers momentan spanisch. Zu Hause allerdings kocht Manfred Dinger furchtbar gern mit seiner Jutta gemeinsam und nippen die beiden Genießer dabei an einem guten Glas Wein, ist die Welt einfach in Ordnung.