MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Siegfried und Hanni Dittmar

Zwei einfache, aber erfolgreiche und schöne Leben

Siegfried und Hanni Dittmar

Zimmermann
Eliasbrunn 5
07368 Remptendorf

Fon: 036651 / 30813

Hanni und Siegfried Dittmar sind seit 1955 verheiratet und haben gemeinsam die Höhen und Tiefen des Lebens durchmessen. Siegfried Dittmar wird am 16. Juni 1933 geboren, muss als Kind die Nazizeit erleben und besucht während der Kriegs- und Nachkriegszeit die Schule, der Vater ist Soldat an der Ostfront. Acht Klassen lernen in einem Raum. Ab 1947 absolviert Siegfried Dittmar eine Lehre als Zimmermann bei einer Baufirma im Heimatort, als ersten Wochenlohn bekommt er zehn Mark ausgezahlt, das entspricht zu dieser Zeit dem Wert von zwei Stücken Butter. Im Jahr 1950 beteiligt sich der junge Bauarbeiter an der Gründung eines Sportvereins, wo er fortan Fußball spielt. Einige Jahre arbeitet er als Sektions- und Vereinsvorsitzender, heute ist er nur noch zahlendes Mitglied. Als ihm einmal kurzzeitig eine vorher schon zugesagte Reise in die Bundesrepublik zum Besuch eines Fußballspiels kurzfristig wieder verweigert wird, wirft er zornig alle Funktionen hin. Bedingt durch das sportliche Engagement arbeitet Siegfried Dittmar in Lobenstein in einer Ziegelei als Betriebshandwerker, wo er auch mehr Geld verdient. Nach der Hochzeit ist er wieder in seiner alten Baufirma tätig und lebt seit 1963 in Eliasbrunn Die im Jahr der Hochzeit geborene Tochter muss in ihrem Leben krankheitshalber viel betreut werden und stirbt kurz vor ihrem 52. Geburtstag. In der Baufirma arbeitet Siegfried Dittmar bis zur Wende und wird nach 45 Arbeitsjahren in die Rente geschickt. Hanni Dittmar kommt am 3. Mai 1933 in Schönbrunn zur Welt, die Familie wohnt zur Miete bei einem Bauern. Die Mutter, eine gelernte Zigarrenmacherin, zieht die drei Kinder allein groß und arbeitet in einer Wäscherei. Nach dem Abschluss der achten Klasse will Hanni Dittmar Schneiderin werden, doch es gibt keine Lehrstelle. So arbeitet sie zunächst als ungelernte Kraft in einem Pflegeheim und in einer Reihe weiterer Arbeitsstellen. Ab 1985 ist sie Näherin in einer Trikotagenabrik in Lobenstein. Später pflegt sie ihre Mutter und verdient als Reinemachefrau etwas dazu. Heute sind Hanni und Siegfried Dittmar Rentner und wohnen mit der im Jahr 1968 geborenen zweiten Tochter Katrin in einem Haus. Diese arbeitet als Wirtschaftskauffrau. Zur Familie gehören zwei Enkel und zwei Urenkel, der ältere Enkel ist beruflich als Fernfahrer unterwegs. Die Dittmars haben jahrelang alles ersparte Geld in ihr Haus investiert und so kaum Zeit für einen längeren und ergiebigen Urlaub gehabt. Außerdem haben sie über Jahre gern und gut gekegelt, für die Zukunft wünschen sie sich nur noch, viele Jahre bei guter Gesundheit miteinander verbringen zu können.
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