MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Monika Dey

Ich habe als Kind schon Schule gespielt

Monika Dey

Lehrerin
EU-Rentnerin
12683 Berlin
Mail: moni.dey@web.de

Monika Dey, eine sympathische Frau, geboren 1953 und aufgewachsen in Zehdenick, war Lehrerin aus Leidenschaft. Schon als Vorschulkind spielte sie Schule und diese Begeisterung setzte sich in der Berufswahl fort. Nach bestandenem Abitur studierte sie in Halle und Berlin Lehramt als Lehrerin für die Fächer „Einführung in die sozialistische Produktion“ (ESP) und UTP (Unterrichtstag in der Produktion). Anschließend arbeitete sie in einer Schule im Stadtbezirk Prenzlauer Berg, wechselte dann in ein Polytechnisches Zentrum, in dem die Fächer ESP und Werken als Unterrichtsfächer im Stundenplan verankert waren. Das Zentrum arbeitete mit einem Berliner Unternehmen zusammen. Ziel war es, die Kinder durch einen „Unterrichtstag in der Produktion“ (UTP) mit Produktionsabläufen bekannt zu machen und ihnen so Einblicke in verschiedene Berufe, schon im Hinblick auf ihre spätere Berufswahl, zu ermöglichen. 1983 wechselte Monika Dey abermals die Schule. Im neu erbauten Stadtteil Marzahn fand sie eine neue Herausforderung. Dabei war sie eine Zeit lang auch als Erzieherin im Hort tätig. Der politische Umbruch brachte Frau Dey die Aberkennung von zwei Unterrichtsfächern. So kam es, dass sie an einer Grundschule Mathematik unterrichtete und ein Fernstudium in dieser Fachrichtung an der Berliner Humboldt-Universität belegte. Zusätzlich pflegte sie ihre kranke Mutter. Eine neue Herausforderung fand sie in einer Realschule, in der sie den Bereich Arbeitslehre mit aufbaute – Kurse, welche die Kinder selbst wählen konnten. Speziell Kinder mit Migrationshintergrund wurden angesprochen. Monika Dey übernahm eine Klasse als Klassenlehrerin, in der speziell Kinder mit Migrationshintergrund lernten, eingeteilt nach dem Stand ihrer Deutschkenntnisse. Noch einmal wechselte sie die Arbeitsstelle. An einer musisch-künstlerischen Realschule in Hellersdorf baute sie den Theaterbereich auf. Dafür hatte sie ein weiteres Fernstudium an der Hochschule für darstellendes Spiel absolviert, welches vom Senat angeboten wurde. Nach sechsjähriger Tätigkeit ging die engagierte Lehrerin für weitere drei Jahre an eine theaterbetonte Schule in Wedding, bevor sie ganz die Arbeit aufgeben musste. Eine 1978, nach der Geburt ihres Sohnes, erhaltene Spritze war mit Hepatitis C infiziert, die gesundheitlichen Folgen führten nun zu einer Frühberentung. 33 Jahre lang arbeitete sie als Lehrerin, nur unterbrochen durch die Inanspruchnahme einer Auszeit nach der Geburt ihrer drei Kinder. Unterstützung fand sie stets in ihrem Mann Rudolf. Für ihr großes Engagement als Lehrerin wurde sie mit der Pestalozzi- und Herdermedaille sowie einem Preis für ausdrucksvolles Spielen der Theatergruppe geehrt. Ehrenamtlich nahm sie an einem Theaterprojekt mit generationsübergreifendem Theaterspiel teil. So ist sie: Nie verzagend, sich nie der Krankheit ergebend, sondern weiter kreativ beim Basteln und Malen und weiter aktiv mit Hund Nele.
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