MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Ing. Wolfgang Diefert

Problemlösung mit Ausdauer

Wolfgang Diefert

Rentner
Rotdornweg 1
16356 Werneuchen

Wolfgang Diefert war in der technischen Entwicklung immer auf der Höhe der Zeit. Mit vielen Problemen der Automatisierung und Rechentechnik hat er sich befasst, an vielen Lösungen mitgearbeitet. Seine Biographie erscheint so auch als Spiegelbild des wissenschaftlich-technischen Fortschritts. 1933 in Roßlau an der Elbe geboren, lernte er nach der mittleren Reife Betriebselektriker im Deutschen Hydrierwerk Rodleben (1949/52). Gleich anschließend ging es zum Studium nach Ilmenau und Rostock, Abschluss 1954 als Schiffsmaschinen-Ingenieur. Zehn Jahre bei der Volksmarine in Rostock folgten, fünf Jahre als Erprobungsingenieur der Marine und weitere fünf Jahre in der Überwachung von Starkstromanlagen. Im Fernstudium erwarb er sich 1960 einen weiteren Abschluss als Ingenieur für elektrotechnische Anlagen. 1964 erfolgte der Wechsel in die Industrie, an das Institut für Elektroanlagen. Als Gruppenleiter, später Bereichsleiter wurde er beim Aufbau der Rechentechnik der DDR aktiv. Als Bereichsleiter für die Inbetriebnahme von Anlagen stand die praktische Erprobung im Vordergrund. Die Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften, Institut für Informatik und die Mitwirkung am internationalen System der wissenschaftlich-technischen Information der Elektrotechnik Moskau Berlin-Adlershof, Moskauer Fachkollegen war eine Bereicherung. Ein weiterer Abschluss 1969 an der Humboldt-Universität als Industrieökonom machte ihn fit für die Leitung auch der wirtschaftlichen Seite der technischen Entwicklung. 1972 nahm er ein Fernstudium an der Technischen Universität Dresden auf, das er als Diplom-Ingenieur Automatisierungstechnik 1978 erfolgreich abschließen konnte. Die Projektleitung für das erste Kraftfuttermischwerk wurde ihm übertragen. 1979 wurde er Direktor für Forschung und Entwicklung im Werk für Signal- und Sicherungstechnik Berlin. Seine eisenbahntechnischen Entwicklungen wurden in Italien erprobt und in den Irak geliefert. Als Bereichsleiter Forschungsstrategie ging es 1982 ins Kombinat für Automatisierungsanlagen. Die Entwicklung von PC’s und die CNC-Steuerung waren Schwerpunkte seiner Arbeit. 1991 machte sich Wolfgang Diefert dann als Privatdozent selbständig. In der Weiterbildung von Akademikern und Ingenieuren waren noch einmal für zehn Jahre seine Erfahrungen gefragt. Seit 2001 gönnt er sich und seiner Frau Christa, mit der seit 1957 verheiratet ist, das Leben als Ruheständler, darauf achtend, geistig fit zu bleiben, eben auf der Höhe der Zeit.
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